Scherenbergstraße
* Namhafte Kirchenhistoriker, wie die Professoren Wittstadt, Würzburg und Wendehorst, Erlangen, schreiben
den Geburtsort von Fürstbischofs Rudolph II. von Scherenberg Frankenwinheim zu und geben das Jahr 1401 als
Geburtsjahr an.
* 14 Jahre seines jungen Lebens verbrachte er hier im Scherenberg'schen Anwesen, seinem Vaterhaus.
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Dieser "größte Sohn unseres Dorfes" saß fast 30 Jahre lang auf dem Stuhl des Heiligen Burkard und führte das
Fürstbistum und Hochstift Würzburg aus desolaten Zuständen heraus zu neuer Blüte.
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Nie vergaß er sein Frankenwinheim.
* Er setzte sich energisch für die Belange der dortigen armen Leute ein, überließ ihnen seine Viehweiden, und ließ
im Jahre 1491 die Kirche bauen.
* Sein Marmorgrab (Bild) im Würzburger Dom meißelte kein Geringerer als der große Tilman Riemenschneider.
* Da Riemenschneider den großen Kirchenmann noch persönlich gekannt hat, ist mit großer Sicherheit anzunehmen,
dass die Gesichtszüge authentisch sind.
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Heute, nach etwa 500 Jahren, ist in Frankenwinheim die Erinnerung an diesen großen Sohn noch nicht
erloschen:
- Jahrhunderte lang wurden alljährlich
vier Seelenämter für den Wohltäter gehalten;
- 1971 übernahm die Gemeinde die Schere ins Gemeindewappen;
- die Straße beim Schlossgut wurde nach dem großen Sohn benannt,
- der Festsaal im Rathaus "Scherenbergsaal" (an der Stirnseite prangt sein Bild - gezeichnet von Heinz Köpl),
- 1985 errichtete die dankbare Gemeinde das eindrucksvolle Standbild vor seinem Vaterhaus (gemeißelt von
Günther Hampel aus Rauhenecker Sandstein) und
- für verdiente Mitbürger gibt es seit einigen Jahren die
"Scherenberg-Medaille".
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Den 600. Geburtstag nahm die Gemeinde zum Anlass, das Jahr 2001 zum Scherenbergjahr auszurufen:
Gottesdienste, Vorträge, eine Ausstellung im Scherenberg-Saal und eine Wallfahrt mit den Frankenwinheimer
Bürgern und Vereinen in den Würzburger Dom, wo Domkapitular Günther Putz mit dem Gesangverein und den
Rosenberg-Musikanten einen festlichen Gedächtnisgottesdienst am Grabmal zelebrierte.
* Diözesanbischof Prof. Paul Werner Scheele besuchte im Mai Frankenwinheim und erhielt als 32. Nachfolger
Rudolphs die Scherenberg-Medaille der Gemeinde. |