Heimatabend am 06.11.2004 in Frankenwinheim

Zeitungsbericht vom 09.11.2004
Heimatdichter Fritz Röll Susanne Förster Rosenberg-Musikanten Tanzgarde Volkstanzgruppe
Volkstanzgruppe Volkstanzgruppe Gesangverein Gesangverein Gesangverein
Schöne Dekoration von Anni Barthelme    
   

Die Frankenwinheimer aktivierten nochmals ihren Ideenreichtum (Main-Post vom 09.11.2004)

Die Gemeinde Frankenwinheim aktivierte am Wochenende bei ihrer Abschlussveranstaltung zur 1225 Jahr Feier nochmals alle Kräfte.
Fast 200 Besucher waren gekommen, um beim Heimatabend in der Festhalle an der Weidach eine Zeitreise mit dem Heimatdichter Fritz Röll durch die Geschichte des Dorfes zu unternehmen.
Am Anfang stellte er römische Bodenfunde in den Mittelpunkt seiner Gedichte. Natürlich durfte der größte Sohn des Dorfes, Fürstbischof Rudolph von Scherenberg nicht fehlen. Humorvoll verdeutlichte Fritz Röll einen Lapsus, den so mancher Frankenwinheimer sicherlich bis dato noch nicht bemerkte. Seit 1985 ziert eine Scherenbergstatue den Platz vor seinem Geburtshaus.
Im Sockel der Statue ist das Wappen der Scherenbergs, eine Schere, dargestellt. Bei der Ausführung derselben ging dem Bildhauer die Darstellung etwas daneben, so dass man niemals damit schneiden könnte. Großen Raum nahmen auch die Episoden über die Zeit des 30 jährigen Krieges und der Hexenverbrennungen ein.
Humorvoll wurde es dann beim ersten Mundartgedicht des Abends, in dem es darum ging wie Frankenwinheim beinahe ein Wallfahrtsort wurde. Ein schlitzohriger Mesner hatte etwas nachgeholfen, dass eine Steinpieta weinte und schwitzte. Als ihr schließlich ein künstliches Bärtchen wuchs, flog der Schwindel auf. Auch das Brauchtum fand Einkehr in Rölls Gedichten, so präsentierte er Ereignisse über die Feldgeschworenen, St. Nepomuk oder der Meistertrunk von Frankenwinheim in witzigen, manchmal auch zweideutigen Versen.
Weitere Programmpunkte des bunten Abends bildeten die Rosenberg-Musikanten unter Leitung von Viktor Hämmerlein, der Gesangverein mit Dirigent Heinz Köpl, die Gardemädchen und die Volkstanzgruppe.

Bürgermeister Robert Finster und Weinprinzessin Susanne Förster erinnerten in ihren Ansprachen an die vielfältigen Aktivitäten im Festjahr. Für die Bewirtung sorgte an diesem Abend der Gemeinderat.

Von unserem Mitarbeiter Stefan Polster