Gemeinde Frankenwinheim

Neujahrsempfang der Gemeinde am 06.01.2012
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Drei Bürger für ihre Verdienste ausgezeichnet
Großer Neujahrsempfang der Gemeinde Frankenwinheim
Frankenwinheim (STOP)
Bürgermeister Robert Finster konnte auch in diesem Jahr wieder eine große Zahl von örtlichen Vereinsvorständen zum Neujahrsempfang im Scherenbergsaal des Rathauses begrüßen.
Aus der Politik waren der Einladung von Bürgermeister Finster in diesem Jahr der Landtagsabgeordnete Dr. Otto Hünnerkopf, der Landrat Harald Leitherer, die Kreisräte Hermann Ruß, Otto Kunzmann und Sieglinde Fackelmann gefolgt. Als Vertreterin der VG Gerolzhofen war deren Vorsitzende und 1. Bürgermeisterin von Gerolzhofen Irmgard Krammer sowie der geschäftsführende Beamte Johannes Lang anwesend, ebenso Kreisbrandrat Georg Vollmuth.
Traditionell ließ Bürgermeister Robert Finster zum Jahreswechsel das abgelaufene Jahr Revue passieren und erinnerte nochmals an die großen Ereignisse des Jahres 2011 das durch etliche Naturkatastrophen, kriegerische Auseinandersetzungen und wirtschaftliche Probleme in der ganze Welt geprägt wurde. Doch auch die in Deutschland eingeläutete Energiewende wurde kurz gestreift. Auf gemeindlicher Ebene blickte Bürgermeister Finster auf einige turbulente Ereignisse jedoch zufrieden auf die bewältigte Arbeit im vergangenen Jahr zurück. Vielfältig waren die Probleme bei der Generalsanierung des denkmalgeschützten Pfarrhauses und der Neuerrichtung des Pfarrheims am Kirchberg. Zunächst lief die Rohbauphase vielversprechend an, jedoch stoppten die folgenden Ausschreibungsergebnisse den Bau für längere Zeit. Inzwischen ist der Bau seit einiger Zeit winterfest, Dach und Fenster sind eingebaut und die Innenarbeiten gehen voran. Robert Finster hofft auf eine Fertigstellung im 3. Quartal 2012, jedoch wird es noch weitere Gespräche bezüglich der Finanzierungslücke, entstanden durch die höheren Ausschreibungsergebnisse, zwischen Gemeinde, Kirchenstiftung und bischöflicher Finanzkammer geben.
Die Weichenstellungen in Bezug auf schnelles Internet „DSL“ wurden mit einem Glasfaseranschluss an den Glasfaserring der ÜZ gelegt. Ebenfalls erfreulich lief die Anfrage der Gasversorgung Unterfranken hinsichtlich des Anschlusses der Gemeinde an das Gasnetz. Bekanntlich bekommt die Brauerei Düll einen Anschluss und Frankenwinheim liegt zwischen dem Anschlusspunkt und der Brauerei. Auch ein weiteres energetisches Thema beherrschte lange den Gemeinderat in seinen Sitzungen, die Windkraft. Die Gemeinde informierte sich eingehend bei diversen Investoren und stellte den Grundstücksbesitzern auch einen gangbaren Weg vor um einerseits den sozialen Frieden der Gemeinde zu wahren und alle Interessenten zu bündeln, auch hier brachte sich die Unterfränkische Überlandzentrale als Partner ins Spiel. Bekanntlich liegen auf Gemeindegebiet drei Vorranggebiete für Windkraft im aktuellen Regionalplan Main-Rhön.
Drei weitere Themen aus Brünnstadt beschäftigten den Gemeinderat mehrmals. Zunächst die Kläranlage Brünnstadt. Hier wurden der hohe Fremdwasseranteil von 92 %, die Beseitigung des Klärschlamms und weitere Planungsschritte, Betrieb als Eigenanlage oder Fremdanschluss an die Gemeinde Kolitzheim von den Behörden angemahnt. Die ersten Schritte wurden mit dem Dammbau in der bestehenden Kläranlage bereits unternommen. Das zweite große Thema aus Brünnstadt war das Eichensterben in der Hörnau. Um besonders den im letzten Jahr massiv auftretenden Eichenprachtkäfer zu bekämpfen wurden nochmals 280 angeschlagene Eichen aus dem Wald entnommen. Ein kleines finanzielles Trostpflaster waren die 76 Furnierstämme mit 91 Festmeter hochwertiges Eichenholz. Doch auch die restlichen Stämme konnten über die Submissionen der Forstbetriebsgemeinschaft Gerolzhofen an den Mann gebracht werden.
Der dritte große Themenkomplex war die Festlegung eines Fahrradweges entlang der Ortsverbindungsstraße zwischen Frankenwinheim und Brünnstadt. Die Kreisstraße wird im Jahr 2013 ausgebaut und erhält in diesem Zuge auch den schon lange gewünschten Fahrradweg.
Wegen den großen finanziellen Belastungen im laufenden Jahr wird sich die geplante Kanal- und Straßensanierung der Nikolaus-Heilmannstraße auf 2013 verschieben.
Als einen großen Schritt in die richtige Richtung bezeichnete Robert Finster die Reduzierung des gemeindlichen Schuldenstandes auf 300.000 Euro, bei gegenwärtigen Rücklagen von 400.000 Euro, wovon noch 200.000 Euro für das Pfarrzentrum verplant sind.
An statistischen Zahlen erwähnte er einen Einwohnerstand von 1.004 Personen, wovon 234 auf Brünnstadt und 770 auf Frankenwinheim entfallen. Seitens des Standesamtes sind 9 Sterbefälle, 6 Geburten und 5 Eheschließungen für das vergangene Jahr zu verzeichnen.
Am Schluss seiner Ansprache dankte Bürgermeister Robert Finster allen Ehrenamtlichen in beiden Ortsteilen für ihren unermüdlichen Einsatz für Vereine und Gemeinde.
Pfarrvikar Michael Prokschi ermahnte alle Anwesenden auch einmal den eigenen Blickwinkel zu verlassen und auch immer das Ganze zu betrachten um das bestmögliche für eine Gemeinschaft zu erreichen. Landtagsabgeordnete Dr. Otto Hünnerkopf nahm den Gedanken auf erinnerte an die Möglichkeit, dass es auch auf Gemeindeebene die Möglichkeit gibt, seine Fähigkeiten in die Gemeinschaft einzubringen.
Die VG-Vorsitzende Irmgard Krammer erinnerte an die Arbeit und deren erfolgreichen Abschluss des integrierten ländlichen Handlungskonzeptes der ehemals unter dem Namen „Leader+“ gestartet in dem die 8 VG-Gemeinden und 4 weitere als Projektgruppe Main-Steigerwald zusammen geschlossen sind. Auch das Nachhaltigkeitszentrum in Handthal wurde kurzfristig als Projekt hierbei aufgenommen konnte Krammer berichten.
Landrat Harald Leitherer erinnerte an die Erfolge des Landkreises und ermunterte die Gäste, sich nicht von den ganzen Negativmeldung der Medien beeinflussen zu lassen, die der deutsche Bürger leider wie ein Schwamm aufzusaugen bereit ist. Diese in der Welt bekannte sogenannte „German Angst“ ist bei den Erfolgen im deutschen Land unbegründet wie viele Erfolgsgeschichten eindeutig belegen.
Auch bei der musikalischen Umrahmung des Abends zeigte sich, dass in Frankenwinheim immer wieder junge Talente in öffentliche Ereignisse eingebunden werden. Die Geschwister Dana und Stefan Sperling begeisterten mit Klavier, Querflöte und Gesang die Gäste. Ihr breites Spektrum reichte von „Yesterday“ (Beatles) über „Greetings to Pepe„, „Hardliner“ (Daniel Hellbach) bis Taize-Halleluja.

Ehrungen beim Neujahrsempfang
Frankenwinheim (STOP)
Beim Neujahrsempfang in Frankenwinheim ist es bereits Tradition, verdiente Bürger für ihren vielfältigen Einsatz besonders zu ehren.
In diesem Jahr wurde Juliane Böhm für ihr großes Engagement besonders beim Kontakt mit ausländischen Gästen gewürdigt. Sie fungiert dabei für Bürgermeister Robert Finster als Dolmetscherin und begleitet ihn mit den Gästen bei Dorfführungen oder auch auf dem jüdischen Friedhof in Gerolzhofen.
Walter Burger war sowohl im Sportverein, hier unter anderem auch als Vorsitzender und besonders als VG-Beamter für die Gemeinde aktiv. Besonders hierfür würdigte Robert Finster den Einsatz von Walter Burger als Schriftführer im Gemeinderat, seinen Einsatz bei den Kommunal- Landtags- und Bundestagswahlen und nicht zuletzt auch als Gemeinderat bevor er dieses Amt aufgeben musste, als er als Beamter bei der VG Einstieg. Als fachkundiger VG-Mitarbeiter unterstützte er den Frankenwinheimer Bürgermeister in vielfältiger Form.
Für ihr großes ehrenamtliches Engagement würdigte die Gemeinde die vielseitig aktive Bürgerin Gertrud Schmitt. Sie war Gründungsmitglied der Frauengruppe der FFW, im Sportverein ist sie aktive Spielerin, Schiedsrichterin und Betreuerin im Korbball, daneben ist sie aktiv in der Pfarrgemeinde und bei der dörflichen Jugendarbeit. Für ihren großen Einsatz erhielt sie den Wappenteller der Gemeinde.