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Drei
Bürger für ihre Verdienste ausgezeichnet
Großer Neujahrsempfang der Gemeinde Frankenwinheim
Frankenwinheim (STOP)
Bürgermeister Robert Finster konnte auch in diesem Jahr wieder eine
große Zahl von örtlichen Vereinsvorständen zum Neujahrsempfang im
Scherenbergsaal des Rathauses begrüßen.
Aus der Politik waren der Einladung von Bürgermeister Finster in
diesem Jahr der Landtagsabgeordnete Dr. Otto Hünnerkopf, der Landrat
Harald Leitherer, die Kreisräte Hermann Ruß, Otto Kunzmann und Sieglinde
Fackelmann gefolgt. Als Vertreterin der VG Gerolzhofen war deren
Vorsitzende und 1. Bürgermeisterin von Gerolzhofen Irmgard Krammer sowie
der geschäftsführende Beamte Johannes Lang anwesend, ebenso
Kreisbrandrat Georg Vollmuth.
Traditionell ließ Bürgermeister Robert Finster zum Jahreswechsel das
abgelaufene Jahr Revue passieren und erinnerte nochmals an die großen
Ereignisse des Jahres 2011 das durch etliche Naturkatastrophen,
kriegerische Auseinandersetzungen und wirtschaftliche Probleme in der
ganze Welt geprägt wurde. Doch auch die in Deutschland eingeläutete
Energiewende wurde kurz gestreift. Auf gemeindlicher Ebene blickte
Bürgermeister Finster auf einige turbulente Ereignisse jedoch zufrieden
auf die bewältigte Arbeit im vergangenen Jahr zurück. Vielfältig waren
die Probleme bei der Generalsanierung des denkmalgeschützten Pfarrhauses
und der Neuerrichtung des Pfarrheims am Kirchberg. Zunächst lief die
Rohbauphase vielversprechend an, jedoch stoppten die folgenden
Ausschreibungsergebnisse den Bau für längere Zeit. Inzwischen ist der
Bau seit einiger Zeit winterfest, Dach und Fenster sind eingebaut und
die Innenarbeiten gehen voran. Robert Finster hofft auf eine
Fertigstellung im 3. Quartal 2012, jedoch wird es noch weitere Gespräche
bezüglich der Finanzierungslücke, entstanden durch die höheren
Ausschreibungsergebnisse, zwischen Gemeinde, Kirchenstiftung und
bischöflicher Finanzkammer geben.
Die Weichenstellungen in Bezug auf schnelles Internet „DSL“ wurden mit
einem Glasfaseranschluss an den Glasfaserring der ÜZ gelegt. Ebenfalls
erfreulich lief die Anfrage der Gasversorgung Unterfranken hinsichtlich
des Anschlusses der Gemeinde an das Gasnetz. Bekanntlich bekommt die
Brauerei Düll einen Anschluss und Frankenwinheim liegt zwischen dem
Anschlusspunkt und der Brauerei. Auch ein weiteres energetisches Thema
beherrschte lange den Gemeinderat in seinen Sitzungen, die Windkraft.
Die Gemeinde informierte sich eingehend bei diversen Investoren und
stellte den Grundstücksbesitzern auch einen gangbaren Weg vor um
einerseits den sozialen Frieden der Gemeinde zu wahren und alle
Interessenten zu bündeln, auch hier brachte sich die Unterfränkische
Überlandzentrale als Partner ins Spiel. Bekanntlich liegen auf
Gemeindegebiet drei Vorranggebiete für Windkraft im aktuellen
Regionalplan Main-Rhön.
Drei weitere Themen aus Brünnstadt beschäftigten den Gemeinderat
mehrmals. Zunächst die Kläranlage Brünnstadt. Hier wurden der hohe
Fremdwasseranteil von 92 %, die Beseitigung des Klärschlamms und weitere
Planungsschritte, Betrieb als Eigenanlage oder Fremdanschluss an die
Gemeinde Kolitzheim von den Behörden angemahnt. Die ersten Schritte
wurden mit dem Dammbau in der bestehenden Kläranlage bereits
unternommen. Das zweite große Thema aus Brünnstadt war das Eichensterben
in der Hörnau. Um besonders den im letzten Jahr massiv auftretenden
Eichenprachtkäfer zu bekämpfen wurden nochmals 280 angeschlagene Eichen
aus dem Wald entnommen. Ein kleines finanzielles Trostpflaster waren die
76 Furnierstämme mit 91 Festmeter hochwertiges Eichenholz. Doch auch die
restlichen Stämme konnten über die Submissionen der
Forstbetriebsgemeinschaft Gerolzhofen an den Mann gebracht werden.
Der dritte große Themenkomplex war die Festlegung eines Fahrradweges
entlang der Ortsverbindungsstraße zwischen Frankenwinheim und
Brünnstadt. Die Kreisstraße wird im Jahr 2013 ausgebaut und erhält in
diesem Zuge auch den schon lange gewünschten Fahrradweg.
Wegen den großen finanziellen Belastungen im laufenden Jahr wird sich
die geplante Kanal- und Straßensanierung der Nikolaus-Heilmannstraße auf
2013 verschieben.
Als einen großen Schritt in die richtige Richtung bezeichnete Robert
Finster die Reduzierung des gemeindlichen Schuldenstandes auf 300.000
Euro, bei gegenwärtigen Rücklagen von 400.000 Euro, wovon noch 200.000
Euro für das Pfarrzentrum verplant sind.
An statistischen Zahlen erwähnte er einen Einwohnerstand von 1.004
Personen, wovon 234 auf Brünnstadt und 770 auf Frankenwinheim entfallen.
Seitens des Standesamtes sind 9 Sterbefälle, 6 Geburten und 5
Eheschließungen für das vergangene Jahr zu verzeichnen.
Am Schluss seiner Ansprache dankte Bürgermeister Robert Finster allen
Ehrenamtlichen in beiden Ortsteilen für ihren unermüdlichen Einsatz für
Vereine und Gemeinde.
Pfarrvikar Michael Prokschi ermahnte alle Anwesenden auch einmal den
eigenen Blickwinkel zu verlassen und auch immer das Ganze zu betrachten
um das bestmögliche für eine Gemeinschaft zu erreichen.
Landtagsabgeordnete Dr. Otto Hünnerkopf nahm den Gedanken auf erinnerte
an die Möglichkeit, dass es auch auf Gemeindeebene die Möglichkeit gibt,
seine Fähigkeiten in die Gemeinschaft einzubringen.
Die VG-Vorsitzende Irmgard Krammer erinnerte an die Arbeit und deren
erfolgreichen Abschluss des integrierten ländlichen Handlungskonzeptes
der ehemals unter dem Namen „Leader+“ gestartet in dem die 8
VG-Gemeinden und 4 weitere als Projektgruppe Main-Steigerwald zusammen
geschlossen sind. Auch das Nachhaltigkeitszentrum in Handthal wurde
kurzfristig als Projekt hierbei aufgenommen konnte Krammer berichten.
Landrat Harald Leitherer erinnerte an die Erfolge des Landkreises und
ermunterte die Gäste, sich nicht von den ganzen Negativmeldung der
Medien beeinflussen zu lassen, die der deutsche Bürger leider wie ein
Schwamm aufzusaugen bereit ist. Diese in der Welt bekannte sogenannte
„German Angst“ ist bei den Erfolgen im deutschen Land unbegründet wie
viele Erfolgsgeschichten eindeutig belegen.
Auch bei der musikalischen Umrahmung des Abends zeigte sich, dass in
Frankenwinheim immer wieder junge Talente in öffentliche Ereignisse
eingebunden werden. Die Geschwister Dana und Stefan Sperling
begeisterten mit Klavier, Querflöte und Gesang die Gäste. Ihr breites
Spektrum reichte von „Yesterday“ (Beatles) über „Greetings to Pepe„,
„Hardliner“ (Daniel Hellbach) bis Taize-Halleluja.
Ehrungen beim Neujahrsempfang
Frankenwinheim (STOP)
Beim Neujahrsempfang in Frankenwinheim ist es bereits Tradition,
verdiente Bürger für ihren vielfältigen Einsatz besonders zu ehren.
In diesem Jahr wurde Juliane Böhm für ihr großes Engagement besonders
beim Kontakt mit ausländischen Gästen gewürdigt. Sie fungiert dabei für
Bürgermeister Robert Finster als Dolmetscherin und begleitet ihn mit den
Gästen bei Dorfführungen oder auch auf dem jüdischen Friedhof in
Gerolzhofen.
Walter Burger war sowohl im Sportverein, hier unter anderem auch als
Vorsitzender und besonders als VG-Beamter für die Gemeinde aktiv.
Besonders hierfür würdigte Robert Finster den Einsatz von Walter Burger
als Schriftführer im Gemeinderat, seinen Einsatz bei den Kommunal-
Landtags- und Bundestagswahlen und nicht zuletzt auch als Gemeinderat
bevor er dieses Amt aufgeben musste, als er als Beamter bei der VG
Einstieg. Als fachkundiger VG-Mitarbeiter unterstützte er den
Frankenwinheimer Bürgermeister in vielfältiger Form.
Für ihr großes ehrenamtliches Engagement würdigte die Gemeinde die
vielseitig aktive Bürgerin Gertrud Schmitt. Sie war Gründungsmitglied
der Frauengruppe der FFW, im Sportverein ist sie aktive Spielerin,
Schiedsrichterin und Betreuerin im Korbball, daneben ist sie aktiv in der
Pfarrgemeinde und bei der dörflichen Jugendarbeit. Für ihren großen
Einsatz erhielt sie den Wappenteller der Gemeinde.
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