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Z-Bericht 1:
Verdienste auf vielen Gebieten gewürdigt (Main-Post
vom 08.01.09)
Neujahrsempfang der Gemeinde Frankenwinheim – Ehrungen für
außergewöhnliche Leistungen
Bürgermeister Robert Finster freute
sich über die große Zahl von örtlichen Vereinsvorständen und
Amtsträgern, die sich zum Neujahrsempfang im Scherenbergsaal des
Rathauses eingefunden hatte.
Aus der Politik konnte Bürgermeister Finster in diesem Jahr neben
dem Landtagsabgeordneten Otto
Hünnerkopf, Frau Bürgermeisterin und VGem-Vorsitzende Irmgard
Krammer (Gerolzhofen) auch die
Kreisräte Hermann Ruß, Otto
Kunzmann und Sieglinde Fackelmann begrüßen. Traditionell ließ
Finster zum Jahreswechsel das abgelaufene Jahr Revue passieren und
erinnerte nochmals an die großen Ereignisse des Jahres 2008. Der
gute Wirtschaftsverlauf zu Beginn des Jahres sei jäh durch die
Finanzkrise gestoppt worden. Die kriegerischen Auseinandersetzungen
nahmen weltweit wieder zu. Das jüngste Beispiel, der Konflikt
zwischen Israel und Palästina, lasse nichts Gutes erahnen. Seine
Ausführungen schloss der Bürgermeister mit einem Zitat von Max
Frisch: „Eine Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihr nur
den Beigeschmack der Katastrophe nehmen“.
Kommunalpolitisch waren die wichtigsten Ereignisse laut Finster das
30-jährige Bestehen der Verwaltungsgemeinschaft Gerolzhofen, die
Gemeinderatswahl mit zwei neuen Mitgliedern im Gremium und die
Kreistagswahl. Im Kreistag stellt die Gemeinde Frankenwinheim nun
drei Mitglieder, freute sich Finster.
Als gelungene Investition werde die Eislauffläche am Lülsbach
angesehen, die auch von den Kindern bereits ausgiebig benutzt werde.
Die Bauschuttdeponie wurde mit dem 31. Dezember 2008 offiziell
geschlossen. Eine Anlieferung von Bauschutt ist nun nicht mehr
möglich. Bei den anstehenden Investitionen im Bereich Kanal- und
Straßenbau hoffe die Gemeinde auf das von der Bundesregierung
angekündigte Konjunkturprogramm, sagte Finster.
Weniger Schulden
Der Schuldenstand wurde auf 332 700 EUR gesenkt. Zudem sind noch 200
000 EUR an Rücklagen vorhanden. Vom Standesamt, so der
Bürgermeister, seien für 2008 sechs Sterbefälle und sechs Geburten
zu vermelden. Der Einwohnerstand zum 29. Dezember betrug 1018
Bürger. Davon leben 790 in Frankenwinheim und 228 in Brünnstadt.
Ehrungen
In diesem Jahr ehrte Bürgermeister Robert Finster beim
Neujahrsempfang drei junge Mitbürger, die im vergangenen Jahr
besondere schulische beziehungsweise berufliche Leistungen
vollbracht hatten. Ausgezeichnet wurde
Antika Polkamhaeng, die
erst vor drei Jahren aus Thailand nach Deutschland kam und in der
Hauptschule Gerolzhofen die beste Quali-Prüfung ablegte und sogar
die beste Arbeit in Deutsch ablieferte. Robert Finster würdigte ihre
Leistung mit dem besonderen Hintergrund, dass Antika bei ihrer
Ankunft in Deutschland nicht der deutschen Sprache mächtig war.
Rebekka Schmitt wurde
Prüfungsbeste in Unterfranken bei den Bürofachleuten. Ebenso gehörte
Martin Mauer zu den besten Auszubildenden im Bereich
Automatisierungstechnik aller bayerischen
Energieversorgungsunternehmen.
Selbstloser Einsatz
Frank Kaltwasser wurde
für seinen selbstlosen Einsatz bei der Renovierung der Kapelle im
Wiesengrund geehrt. Die Renovierung der Außenfassade wurde durch
Frank Kaltwasser kostenlos durchgeführt.
Josef Mößlein wurde für
seinen Einsatz für die Kultur im Dorf geehrt. Er ist seit 60 Jahren
aktives Mitglied bei der Musikkapelle. Seit 50 Jahren begleitet er
die Vierzehnheiligenwallfahrt mit seinem Tenorhorn als Musikant,
spielte jahrelang in der Laientheatergruppe mit und singt weiterhin
aktiv im Gesangverein Frankenwinheim mit.
Auch bei der musikalischen Umrahmung des Abends wurden wieder junge
Talente eingebunden. In diesem Jahr trugen am Neujahresempfang
Kristin Maier, Lena Niedermeyer, Magdalena und Jonathan Roth mehrere
Stücke vor.
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Zeitungs-Bericht 2:
Kailash - Heiligster
Berg der Welt
Bildervortrag des Haßfurters Günter Hilbert
In einem beeindruckenden Lichtbildervortrag über seine Exkursion und
Pilgerreise auf das Dach der Welt von Nepal nach Tibet berichtete
Günter Hilbert im Frankenwinheimer Pfarrheim.
Die Reise stand unter dem Motto: "Auf den Pfaden der Erleuchtung".
Sie führte Günter Hilbert zum heiligsten Berg der Welt. Er wird in
buddhistischen Schriften auch als Meru - Nabel der Welt bezeichnet.
Gemessen an den Achttausendern des Himalayas ist der Kailash eher
ein Zwerg in seiner Schönheit und religiösen Bedeutung überragt er
jedoch alle.
Hilbert schilderte seine vierwöchige Reise von Nepal nach Tibet mit
der Umrundung des Heiligen Berges Kailash die er im August 2007 mit
einer Reisegruppe unternommen hatte. Der Berg Kailash (6.714 Meter)
wurde aufgrund seiner religiösen Bedeutung für den Buddhismus,
Hinduismus, Jainismus und Bön bisher nicht bestiegen. Reinhold
Messner lehnte das Angebot der Chinesen ab, als erster den Kailash
besteigen zu dürfen. "Man sollte nicht in Bergstiefeln auf zu Stein
gewordenen Göttern herumtrampeln", sagte der prominente
Gipfelstürmer, und Proteste aus aller Welt verhinderten bisher das
Ansinnen so mancher Bergsteigergruppen, das Heiligtum zu entweihen.
Die Umrundung des Berges, welche landessprachlich auch Kora oder
Parikrama genannt wird, führt die Pilger über 52 Kilometer von 4.600
bis auf 5.700 Höhenmeter. Die Umrundung erfolgt je nach
Religionszugehörigkeit im oder gegen den Uhrzeigersinn.
Die Reise begann vom Startpunkt Kathmandu aus mit dem Flugzeug. Ab
Simikot führte die Tour zunächst zu Fuß über den Nara Lagna-Paß
(4.580 Meter) zur Chinesisch-Tibetischen Grenze. Die Weiterreise zum
Manasarowar See und nach Darchen, Ausgangs- und Endpunkt der Kora,
erfolgte mit dem Auto. Der Manasarowar See ist mit seinen 4588
Metern der höchstgelegene Süßwassersee der Erde und strahlt eine
unheimliche Ruhe aus. Günter Hilbert nutzte die Gelegenheit zum
Baden und war erstaunt über das warme Wasser.
Der Höhepunkt der Reise, die Kailash-Umrundung die auch eine
Pilgertour war, nahte. Schon seit über 2000 Jahren ist die Umrundung
für die vier Religionen eine Bußübung zur Tilgung der Sünden und um
ein neuer Mensch zu werden.
Doch bevor Günter Hilbert in seinem eindrucksvollen Vortrag auf die
Umrundung einging, erinnerte er wehmütig an seinen Pilgerfreund
Peter, der während der Tour abstürzte und mit schweren Verletzungen
einige Tage im Zelt verbringen musste, bevor er unter extrem
schweren Bedingungen nach Hause geflogen werden konnte.
Atemberaubend schön strahlt der Kailash ganzjährig schneebedeckt auf
die Pilger herab. Einsam steht der heiligste aller Berge des
Transhimalaya, vielleicht sogar der Welt. Es gibt nichts, was den
Geist ablenkt. Die geistige Aktivität wird während des Marsches
erhöht und verstärkt, denn Geist und Natur sind Verbündete so
Hilbert. Eindrücke die unter die Haut gehen, auf den letzten Metern
bis zur höchsten Stelle berichtete Hilbert so: "Wir kamen kaum
vorwärts in der dünnen Luft und die Schritte wurden immer kürzer,
dennoch haben wir jeden dieser Schritte genossen. Es gab keinen
Gruppenzwang, jeder ging sein Tempo und man war meist alleine auf
dem Weg der Erleuchtung. Die Zeit spielte keine Rolle." Den
Zeitbegriff erwähnte Hilbert in seinem Vortrag immer wieder, man
lernt auf dieser Reise, die Hektik, mit der so viele Europäer durch
den Tag hetzen, abzulegen.
Man nimmt sich Zeit und ist umgeben von einer absoluten Ruhe die
durch nichts gestört wird.
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des im 10 Jahrhundert
gegründeten Königreiches Guge. Auf der Fahrt durch die
Karstlandschaft genossen die Reiseteilnehmer die einzigartige
Canonlandschaft.
Günter Hilbert berichtete von Staubwüsten, Steppen, der gnadenlos
intensiven Sonne, eisig kaltem Wind und einer unfassbaren Klarheit
und Reinheit der Luft sowie des Lichtes. Gerade deshalb werde die
tibetische Hochebene als der schönste Ort auf Erden bezeichnet, der
so erhaben und würdig wirkt, dass man meinen könnte, man wäre im
Paradies.
Die Zuschauer bedankten sich mit lang anhaltendem Applaus für den
eindrucksvollen Lichtbildervortrag der von Günter Hilbert live
kommentiert wurde, technisch wurde er von Kurt Helbig unterstützt.
Franz-Josef Jörg, Vorsitzender des Elisabethenvereins, danke den
beiden für den gelungenen Vortrag und freute sich, dass die Spenden
der Besucher dem örtlichen Kindergarten zugute kamen.
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Zeitungsbericht 3:
Kindergärten erhalten Spende - Raiffeisenbank
Frankenwinheim schüttete Stiftungserlös aus
Der Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenbank
Frankenwinheim Gerhard Böhm begrüßte die Kindergartenvertreter im
Einzugsbereich der Bank herzlich um erstmalig den Stiftungserlös
gemäß den Statuten auszuschütten. Seit Dezember 2007 existiert die
Stiftung, die mit einem Startkapital von 75.000 Euro ausgestattet
wurde. Ziel ist es laut Gerhard Böhm das Stiftungsvermögen in den
nächsten Jahren auf 300.000 Euro anzuheben. Durch die Stiftung
sollen gemeinnützigen, mildtätigen und kirchlichen Institutionen
oder auch Einzelpersonen unterstütz werden, als Einschränkung gilt,
das die Ausschüttungsbeträge auf den Genossenschaftsbereich
entfallen müssen.
In diesem Jahr entschloss sich der Stiftungsvorstand mit seinem
Beirat von dem Erlös über 3.000 Euro an die örtlichen Kindergärten
2.500 Euro auszuschütten und 500 in die Rücklagen zu stellen. Die
beiden Kindergärten in Lülsfeld und Frankenwinheim erhalten je 1.000
Euro und die Kindergärten in Obervolkach und Stadelschwarzach, die
die Kinder aus Krautheim und Brünnau betreuen, erhalten je 250 Euro.
Wolfgang Anger bedankte sich im Namen aller Spendenempfänger für die
großzügige Unterstützung und würdigte den Einsatz der Raiffeisenbank
im kulturellen und sozialen Bereich.
Untertitel: Die Raiffeisenbank Frankenwinheim schüttet in diesem
Jahr erstmals einen Stiftungserlös in Höhe von 2.500 Euro an die
Kindergärten in ihrem Einzugsbereich aus.
Im Bild von links: Wolfgang Anger (Vorsitzender des
Elisabethenvereins Lülsfeld), Gabriele Triphan (Vorsitzende des
Stiftungsbeirats), Angela Heinrich (Kindergartenreferentin der Stadt
Volkach), Franz-Josef Jörg (Vorsitzender des Elisabethenvereins
Frankenwinheim) Monika Sauer (Kindergartenleiterin Lülsfeld) und
Gerhard Böhm (Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank
Frankenwinheim). Im Bild fehlt Lothar Ebert (Vorsitzender
Johannisverein Stadelschwarzach)
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Zeitungsbericht 4:
Narren trafen auf streitlustigen Gemeinderat (Main-Post vom
24.01.09)
Rathaussturm in Frankenwinheim
– Karnevalsverein Rot-Weiß übernimmt die Amtsgeschäfte.
Die Narren des Karnevalsvereins (KV) Rot-Weiß Frankenwinheim
fanden einen streitlustigen Gemeinderat beim Rathaussturm vor.
Bürgermeister Robert Finster wollte die Regierungsgeschäfte nur sehr
zögerlich aus den Händen geben. Vor dem Rathaus kam es zu einer
Schneeballschlacht.
Mit Verstärkung zogen die Karnevalisten durch die Ortschaft zum
Sturm auf das Rathaus. Die Karnevalsgesellschaften aus Albertshofen,
Dettelbach, Elfershausen und Ebenhausen verstärkten die Narrengilde
aus Frankenwinheim.
Unter den Klängen des Spielmannzugs aus Ebenhausen rückte der bunte
Zug mit weit über 90 Narren vom Sportheim zum Rathaus vor.
Bürgermeister Robert Finster verteidigte mit den Gemeinderäten das
Rathaus, gab sich am Ende aber der großen Übermacht geschlagen, so
dass Karnevalsvereinspräsident Karl Weikert und Sitzungspräsidentin
Elisabeth Stühler schnell das Regierungszepter für die „fünfte
Jahreszeit übernahmen. Finster wünschte dem KV eine erfolgreiche
Faschingssaison mit vielen Höhepunkten und immer Frohsinn bei den
zahlreichen Auftritten in Unterfranken.
Nach einem kurzen Umtrunk im Rathaus zog die Narrengilde mit
Bürgermeister Robert Finster, den Gemeinderäten und den Senatoren
zum Pfarrheim. Hier wurden dann traditionell die Ehrungen verdienter
Frankenwinheimer Karnevalisten vorgenommen. Von der Föderation
Europäischer Narren Unterfranken (FEN) übernahm Oliver Rehbein aus
Kist die Laudatio und überreichte die Orden der FEN.
Den Narr von Europa in Bronze erhielt Christina Schubert für ihren
jahrelangen Einsatz durch alle Altersklassen der Garde. Den Narr von
Europa in Gold bekam Sabrina Heigele. Auch sie begann bei den Minis
ihre Gardelaufbahn und tanzt noch bei den Damen mit. Auch als
Trainerin ist sie im Verein aktiv.
Für Unterhaltung sorgten die tänzerischen Einlagen der beiden
Tanzmariechen Moesha Hußlein und Sonja Horn sowie die Jugendgarde.
Grußworte gab es von den Prinzenpaaren aus Albertshofen und
Ebenhausen sowie von den Gesellschaftspräsidenten der anwesenden
Gastgesellschaften. Durch den Abend führte Sitzungspräsidentin
Elisabeth Stühler. Für die passende Musik sorgten die DJs Alexander
Erk und Marcus Dittmann. Am Schluss zeigte der Spielmannszug noch
einmal sein Können und erfreute alle Besucher mit fetziger Musik.
Die Prunksitzungen des Karnevalsvereins Rot-Weiß finden am Freitag,
30. Januar, und am 6. Februar, jeweils ab 19.30 Uhr, im Pfarrheim
statt. Die Seniorensitzung geht am 7. Februar ab 14 Uhr über die
Bühne.
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