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Markierungsstein für die Gemeinde (Main-Post vom
21.07.09)
Weihbischof Ulrich Boom feiert Festgottesdienst zur Altarweihe
in Frankenwinheim
Rechtzeitig zur Ankunft von
Weihbischof Ulrich Boom aus Würzburg zur Altarweihe in
Frankenwinheim schlossen sich am Sonntag die Schleusen am
Himmel. So konnte Bürgermeister Robert Finster den hohen
geistlichen Gast bei trockenem Himmel begrüßen.
Vor dem Festgottesdienst trug sich der Weihbischof ins Goldene
Buch der Gemeinde ein. Die Kinderkirche und die
Kindergartenkinder begrüßten ihn am Rathaus mit einem Lied und
schwenkten bunte Tücher.
Unter den festlichen Klängen der Rosenberg-Musikanten zog die
Pfarrgemeinde in die Kirche ein. Weihbischof Boom zelebrierte
den Gottesdienst zusammen mit Pfarrer Stefan Mai und Pfarrer
Raimund Merget, assistiert von Diakon Günter Schöneich.
In seiner Predigt stellte Boom den Altar in den Mittelpunkt. Der
Altar stehe für Ermutigung, Halt und Sendung. Die Menschen
würden dort zusammengerufen und fänden Halt, um die
Alltagssorgen und die Probleme des Lebens zu meistern. Am Ende
jedes Gottesdienstes würden die Gläubigen in das Alltagsleben
gesendet, um dort im Sinne der Schrift Gutes zu tun.
Reliquien eingesetzt
Nach der Anrufung der Heiligen wurden die Reliquien der
frühchristlichen Märtyrer Candida und Amantius in den Altar
eingesetzt, ebenso eine Reliquie des heiligen Bischofs Burkard,
um die Verbindung zur Bischofsstadt Würzburg zu dokumentieren.
Es folgte die Altarweihe, die nach einem festen Ritus abläuft.
Zuerst wird der Altar mit Weihwasser besprengt, auch Abwaschen
genannt. Dies symbolisiert die Reinigung. Anschließend wird der
Altar gesalbt, wie ein Kind nach der Taufe.
Dann wurden auf dem Altar Wachsdochte und Weihrauch aufgelegt
und angezündet. Dies versinnbildlicht die Gebete, die vom Altar
aus zu Gott emporsteigen. Zuletzt wurden die Altarkerzen mit den
Worten „Christi Licht leuchte auf dem Altar“ entzündet, im Leben
soll dieses Licht weiterleuchten wie bei den Eucharistiefeiern
in der Kirche.
Symbolisch legten die Kinder der Kinderkirche eine goldene
Kordel um den Altar, rahmten ihn ein und sangen gemeinsam „Ich
fass' dich golden ein“. Danach schloss sich die Eucharistiefeier
an.
Pfarrer Mai wünschte sich am Ende des Gottesdienstes, dass der
neue Altar ein Markierungsstein für eine gute Zukunft der
Pfarrgemeinde werde. Vor allem dankte Pfarrer Mai den vielen
Helfern bei den Umbauarbeiten und Steinmetz Siegbert Lenhardt
aus Goßmannsdorf für die Umsetzung der Entwürfe von Domkapitular
Jürgen Lenssen.
Musikalisch gestalten den Gottesdienst Kantor Karl-Heinz Sauer
an der Orgel, Florian Ebert an der Trompete und der Gesangverein
unter der Leitung von Edgar Sauer.
Pfarrfest der Gemeinde
Im Anschluss fand das Pfarrfest der Pfarrgemeinde im Pfarrheim
statt. Am Nachmittag zelebrierte Stefan Mai die Festandacht und
verdeutlichte dabei nochmals die einzelnen Schritte der
Altarweihe am Morgen.
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