Gemeinde Frankenwinheim

Aus der Geschichte der Kirche

Beschreibung der Kirche

Die Glocken der Kirche

Die Kirche in Frankenwinheim

Auszüge aus: 1200 Jahre Frankenwinheim, Autor: Pfarrer Georg Wehner, Fahr (Seiten 27 - 29)

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* Schon zu früher Zeit besaß unsere Jubiläumsgemeinde eine Kirche, die dem hl. Johannes dem Täufer geweiht war. ...

* ... Im Jahre 1491, also während der Regierung des großen Bischofs Rudolf von Scherenberg, wurde ein
   Kirchenneubau errichtet.
* Die Jahreszahl 1491 befindet sich noch heute an der Sakramentsnische.
* Diese Kirche dürfte eine mit Mauern und Kirchgaden umschlossene Wehrkirche auf ragender Höhe gewesen sein.
* Öfters ist vom Bauen der Gaden die Rede. Diese Kirchgaden waren Kellergewölbe, die zur Aufnahme von 
   Lebensmitteln dienten, in Kriegsgefahren auch als Zufluchtsräume und zur Verteidigung.
* Auch der Kirchturm hat heute noch ein festes Gewölbe, was auf den Charakter einer Wehrkirche schließen lässt.

* Im Jahre 1608, unter dem Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn, wurden Baumaßnahmen an
   der 1491 erbauten Kirche vorgenommen.
* So baute man am Kirchturm ein viertes Stockwerk auf und errichtete den für diese Echterzeit charakteristischen
   Spitzturmhelm. Das dritte und vierte Turmgeschoss enthält die typischen Spitzbogenmaßwerkfenster.
* An der Kirche war eine Gedenktafel angebracht, die jetzt in die Pfarrgartenmauer eingelassen ist.
* Die Tafel trägt folgende Inschrift:

"Bischof Julius hat regieret
Vierzig Jahr, die Kirch restaurieret,
Das Schulhaus gebaut ganz von Neu
Noch folgt mer aus Vaterstreu.
Führt ein die alt Religion,
Die erkannt frey sein Underthan:
Das alles nun zum Glück und Segen
Der treue Fürst tut Gott ergeben. 1614"

Gedenktafel

* Über 300 Jahre diente die unter Fürstbischof  Rudolf von Scherenberg erbaute Kirche dem Gottesdienste.
* Dann aber war sie baufällig geworden.
* Sie war auch zu klein, da damals auch noch Lülsfeld zu Pfarrsprengel gehörte.

* Im Jahre 1803 wurde die alte Kirche wegen Bauschäden polizeilich geschlossen.
* Die Bevölkerung war durch die Kriege Napoleons verarmt.
* Noch war an einen Neubau nicht zu denken.
* Graf Schönborn stellte in der Zwischenzeit den Getreideschüttboden, den Speicherraum des Schlosses, für die
   Gottesdienste zur Verfügung.

* Im Jahre 1836 wurde dann der Grundstein für die neue Kirche gelegt.
* Im Oktober 1837 konnte nach Benedizierung des Kirchenneubaus der erste Gottesdienst stattfinden.

Beschreibung der Kirche

Die Kirche ... 
prägt durch ihre majestätische Lage 
auf ragender Anhöhe 
das Ortsbild.

* Ein breiter, von einer Allee von Kastanienbäumen gesäumter Aufgang führt zur Kirchentreppe

Winterblick

Haupteingang

Kirche

Kirchentreppe

* Das Gotteshaus zeigt manche Anklänge an die im noblen, klassizistischen Stil unter dem Großherzog Ferdinand von 
   Toskana 1811 erbaute Kirche von Donnersdorf.
* Daran erinnern die in Weiß-Gold gehaltene Ausstattung der drei Altäre in Frankenwinheim, der wunderschöne,
   einzigartige klassizistische Taufstein in weißem Alabastermarmor, die charakteristischen Vasen vor der Kirche
   (zurzeit nicht mehr vorhanden), dann die lichteinlassenden Hochwandfenster.
* Am Westeingang (Krönung Marias) und am Nordeingang (Haupteingang/Gottes Richterspruch) befinden sich
   über der Tür jeweils ein herrliches Glasbild.

Blick nach vorne vor dem 19.07.2009

Blick nach hinten

Kirche

Blick vom Altar nach hinten

Blick nach vorne nach dem 19.07.2009

Blick nach vorne nach dem 19.07.2009

Kirche 2009 

Kirche 2009 

Taufstein (seit 19.07.09 wieder vor dem rechten Seitenaltar)

Kirche-Nordwestseite

Taufbecken

Kirche

Türbild-Eingangstür

Türbild-Westeingang

Türglasbilder

Türglasbilder

* Das Gotteshaus zu Frankenwinheim stimmt den Besucher durch seine noble, vornehme Ausstattung zur Andacht.

* Hochaltar und Seitenaltäre tragen das Zeichen des klassizistischen Stiles, die beiden Urnen als Bekrönung.
* Auf den Altarbildern des Hochaltars ist dargestellt Johannes der Täufer und Johannes der Evangelist,
   als die beiden Kirchenpatrone, in der Mitte der Schutzengel.
* Flankiert wird der Hochaltar durch die Holzstatuen der beiden Apostelfürsten Petrus und Paulus

Neugestaltung des Altarraumes (Weihe am 19.07.09) Der Ambo (ab 19.07.2009) 
 Kirche 2009  Kirche 2009
Kirche 2009   
Hochaltar und Seitenaltäre nach dem 19.07.2009  Hochaltar nach dem 19.07.2009 
 Kirche 2009 Kirche 2009 
Hochaltar und Seitenaltäre vor dem 19.07.2009 

Hochaltar vor dem 19.07.2009

Kirche

Kirche

Johannes der Evangelist

Johannes der Täufer

Kirche

Kirche

Linker Seitenaltar

Kirche

Der linke Seitenaltar  
- zeigt ein Marienbild
- seitlich die geschnitzten Statuen von St. Joseph und 
   St. Wendelin, dem Schutzpatron des Landvolkes.

Rechter Seitenaltar

* Auf dem rechten Seitenaltar findet sich das Gemälde
   von St. Sebastian, des Schutzpatrons gegen Krankheiten,
   Pest und Seuchen.
* Sein Fest wird seit alten Zeiten in Frankenwinheim
   besonders begangen. 
* Flankiert wird das Sebastianibild mit den Darstellungen
   von St. Antonius von Padua und St. Franziskus von Assisi.

Kirche

* An der linken Kirchenwand befindet (befand!?) sich eine sehr schöne, vergoldete Rokokofigur
   des Bischofs St. Valentin mit dem Kranken zu seine Füßen (zur Zeit ist diese Figur nicht mehr vorhanden!?).
* Als Gegenüber an der rechten Seite ein Engel aus Barock.

Linke Kirchenwand

Barock-Engel

Kirche

Kirche

* Die Gemälde an den drei Altären stammen von dem Würzburger Maler Andreas Geist, der sie 1837/1838 fertigte.
* Das Gemälde in der Apsis über dem Hochaltar schuf Steinmetz von Schweinfurt im Jahr 1954.
* Es stellt mit Rokokoanklängen die Krönung Mariens durch die heiligste Dreifaltigkeit dar.

Gemälde an den 3 Altären

Krönung Mariens

Kirche

Kirche

An der linken Seitenwand der Kirche befindet sich eine Sandstein-Pieta aus der Barockzeit. 

Kirche

Sie trägt die Inschrift:
"Diese Pildnuß im petzt 
hat im aldar 
auß den augen Geweinet 
und waßer Geschwitzt 
im Jahr Geschah 1778".

Die Glocken der Kirche
... und das kannst du auf den Glocken lesen:

1. Marienglocke:  
Hosanna in der Höhe heiss ich, 
Jesus und Maria preis ich, 
nach Frankenwinheim gehör ich. 
Mit meinen zwei Schwestern goss mich
in Erding Meister Czudnochowsky
im Heiligen Jahr 1950.

2. Johannes der Täufer:  
Johannes werde ich genannt,
einst scholl mein Ruf am Jordanstrand. 
Nun bin ich euer Kirchpatron.
Ich bitt für euch an Gottes Thron. 
Ich rufe sonntags euch zum Herrn.
O säumet nicht und kommet gern!

3. Johannes der Evangelist
Mein Name ist Johannes der Evangelist. 
Nach zwei Kriegen voller Leid
ruf ich zu euch aus der Ewigkeit: 
Kindlein, liebet einander 
(1914/18 - Kriegergedächtnisglocke - 1939/45)

4. Christopherus:  
Ich rufe die Kindlein zur Tauf, 
ich halte die Wetter auf, 
und geht es dem Abend zu, 
läut ich den Seelen zur Ruh. 1770

Hinweis: Ein "Kirchenführer" wird zurzeit von Heinz Köpl erstellt. Sobald er fertig ist, ...