40 Jahre Gesangverein
Festkonzert am 09.06.2007

Der Chor

Zeitungsbericht der Main-Post vom 12.06.07 - Konzert

Chorleiter Heinz Köpl

Zeitungsbericht der Main-Post vom 12.06.07 - Heinz Köpl

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Heinz Köpl - Die Zeit war/ist schön ...
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Die Rosenberg-Musikanten - Herzlichen Dank für ihr Mitwirken!
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Der Hallenschmuck
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Stehende Ovationen für Heinz Köpl (Main-Post vom 12.06.2007)

Bei seinem letzten Konzert als Frankenwinheimer Chorleiter zog Heinz Köpl nochmals alle Register seines vielfältigen Könnens. Das Konzert fand auf der opulent ausgestatteten Bühne der Weidachhalle statt, in den Kulissen des Historischen Festspiels von 2004.
Die Bühne war geteilt durch den angedeuteten Bachlauf der Weidach, durch die Kapelle im Wiesengrund und eine mächtige natürliche Kopfweide.

Gesangliche und optische Einheit
Chorleiter Heinz Köpl hatte in den letzten Wochen den Chor zu einem Klangkörper geformt, der sich hören lassen konnte, in der einheitlich grün-schwarzen Kleidung bot er auch ein optisch stimmiges Bild. Köpl agierte am klanggewaltigen Flügel vor dem stufig angeordneten Chor.
Das Programm zeigte alle Facetten der Chormusik – von durchsichtig-zart bis hin zur Dramatik in den großen Opernchören, die bis an die Grenzen der Leistungsfähigkeit des Frankenwinheimer Chores gingen. Sehr gut gelungen was das alpenländische Lied „Ist wohl ein schöne Zeit“ - sehr duftig und durchsichtig interpretiert in feinstem Pianissimo. Stefanie Dülk gestaltete mit dem sehr einfühlsam begleitenden Chor die „Letzte Rose“ aus der Oper „Martha“. Ihre klare zarte Mezzo-Sopran-Stimme erfüllte die große Halle bis zu den hintersten Plätzen und riss die Zuhörer zu begeistertem Applaus hin.
Zu einem emotionalen Höhepunkt war dann der berühmte Gefangenenchor aus der Oper „Nabucco“ gestaltet: Die Harfe aus dem Tempel von Jerusalem hing stumm an der Weide, während die gefangenen Hebräer klagend an den „Wassern von Babylon“ ihr Lied sangen.
Die Zuhörer ließen sich ergreifen von der Geschichte, dem Text und der unsterblichen Melodie, besonders als in einer zweiten Strophe alle Anwesenden sangen „Teure Heimat, wann sehn wir dich wieder“.
Doch die Ergriffenheit wich bald wieder, als der heiter-spritzige Jägerchor aus der Oper „Der Freischütz“ erklang.

Hinreißender Spaziergang
Nach dem hinreißenden „Spaziergang im Park“ der Rosenberg-Musikanten, gab es nochmals lyrisch-zarte Töne: „Ein Zauber liegt im Reich der Töne“ und dem wunderschönen „Liebe ist unendlich“ von Manfred Bühler. Die leichte Schwäche des Soprans, hervorgerufen durch Unterzahl, glich der Chorleiter Heinz Köpl durch betontes Obertonspiel auf dem Klavier gekonnt aus.
Beim Pilgerchor aus der Oper „Tannhäuser“ von Richard Wagner brachte ein Herold den wundersam ergrünten Bischofsstab des Papstes herein, während der Chor sang „Der Gnade Heil ist dem Sünder beschieden“.
Mit „Unsere kleine Nachtmusik“, einer Chorparaphrase auf das berühmte Divertimento von Wolfgang Amadeus Mozart, riss der Chor die Zuhörer nochmals zu Beifallsstürmen hin.
Bei keinem Auftritt durfte in den letzten Jahre das Frankenwinheimer Starenlied mit den beiden „Weinbergshütern“ Mechthild Finster und Nikolaus Rudolph fehlen. Der Jubel der Zuhörer wollte nach dem Lied nicht enden.

Weitere Zugabe
Als weitere Zugabe gab es das Lied „Gruß an Frankenwinheim“ bevor es stehende Ovationen für alle Akteure gab.

                                                                                                                    Von unserem Mitarbeiter Stefan Polster

Köpl beendet sein Wirken als Dirigent   (Main-Post vom 12.06.2007)

Viele Ehrengäste und Wegbegleiter waren zum Festkonzert des Gesangvereins Frankenwinheim in die Weidachhalle gekommen, um das 40-jährige Bestehen des Gesangvereins zu feiern. Für Heinz Köpl, der auch zu den Gründungsmitgliedern gehörte, bildete das Festkonzert gleichzeitig den Beginn eines neuen Lebensabschnitt. Für ihn war das Festkonzert gleichzeitig ein Abschiedskonzert.

Er beendet mit dem Konzert seine langjährige Tätigkeit als Chorleiter in Frankenwinheim. Er leitete daneben über 35 Jahre den Gesangverein Liederkranz sowie 28 Jahre den Kirchenchor in Gerolzhofen.

Vereinsvorsitzende Anni Barthelme würdigte die Schaffenskraft von Heinz Köpl nicht nur als Chorleiter, sondern auch als Künstler und Gestalter vieler Ereignisse nicht nur in Frankenwinheim.

In ihrer Laudatio ging sie nochmals auf das Wirken von Heinz Köpl ein, der 1933 in Speinshart/Oberpfalz geboren wurde. Nach seinem Studium der Philosophie, der Theologie, der Medizin und der Pädagogik war er von 1973 bis 1998 Rektor an der Gerolzhöfer Hauptschule. Bereits 1959 legte er sein Staatsexamen in Chorleitung und Klavier ab. Seit 1962 leitete er verschiedene Chöre.

Im Sängerkreis Schweinfurt war er fast 20 Jahre als Kreischorleiter tätig und organisierte dabei Chorauftritte im Ausland, etwa vor dem Papst in Rom, dem Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, in Jerusalem oder auch auf Malta. Daneben sammelte er Volkslieder und überarbeitete diese für den Chor. Köpl ist Herausgeber der beiden Frankenwinheimer Liederbücher.

Für seine langjährige unentgeltliche Schaffenskraft für den Chor übergaben die beiden Vorsitzenden des Gesangvereins Anni Barthelme und Elmar Walter an Heinz Köpl und seiner Frau Brigitte einen Reisegutschein und Blumengrüße und ernannten ihn zum Ehrenchorleiter des Gesangvereins Frankenwinheim.

Anni Barthelme freute sich besonders dass Dr. Ernst Kastner, der letzte Gerolzhöfer Landrat vor der Gebietsreform, extra aus Würzburg angereist war, um dem Festkonzert beizuwohnen. Gleichzeitig dankte sie den Rosenberg-Musikanten für das harmonische Miteinander bei dem gemeinsamen Konzert.

Grußworte sprachen Paul Kolb aus Bergrheinfeld als Vorsitzender des Sängerkreises Schweinfurt, MdL Dr. Otto Hünnerkopf, Bürgermeister Robert Finster sowie Viktor Hämmerlein von den Rosenberg-Musikanten.  
                                                                                                Von unserem Main-Post-Mitarbeiter Stefan Polster