Wir sind Franken(winheim).
– Das fränkische Weindorf zwischen Mainschleife und Steigerwald –
Erinnerungen an die gemeinsame Schulzeit in Frankenwinheim - Wenn aus ehemaligen Schulkindern 70-Jährige werden, gibt es viel zu erzählen. Der Schülerjahrgang 1955/56/57 nahm den runden Geburtstag zum Anlass, sich nach einigen Jahren wieder einmal in der alten Heimat Frankenwinheim zu treffen.
Zum Auftakt kamen die ehemaligen Klassenkameradinnen und Klassenkameraden an der Kirche in Frankenwinheim zusammen. Ein gemeinsames Gruppenfoto durfte dabei nicht fehlen. Anschließend gedachte die Gruppe auf den Friedhöfen in Frankenwinheim und Gerolzhofen ihrer bereits verstorbenen Mitschülerinnen und Mitschüler und legte für sie Blumengebinde nieder.
Auch an ihre ehemalige Lehrerin Brigitte Köpl hatten die früheren Schülerinnen und Schüler gedacht. Da sie altersbedingt nicht persönlich am Treffen teilnehmen konnte, erhielt sie einen Blumenstrauß und einen Essensgutschein als Zeichen der Verbundenheit und als Dank für die gemeinsame Schulzeit.
Anschließend ging es zum „Gasthof Adler“ nach Prichsenstadt. Dort wurden in geselliger Runde viele Erinnerungen an die früheren Schultage wieder lebendig. Alte Geschichten und gemeinsame Erlebnisse sorgten für reichlich Gesprächsstoff und so manches Schmunzeln.
Die Organisation des Treffens hatten Christa Böhm, Klaus Förster und Peter Haas übernommen.
Fotos: EW/Text: Christa Böhm
Auch einige Regenschauer konnten die Feierlaune nicht trüben, denn zahlreiche Besucher kamen am Sonntag zum 34. Lindenfest der Freiwilligen Feuerwehr Frankenwinheim und der Rosenberg-Musikanten. Einen besonderen Anlass gab es in diesem Jahr obendrein: Pfarrer Ikejiama segnete das neu erworbene Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 der Wehr während einer kurzen Andacht.
Vereinsvorsitzender Björn Vollmuth begrüßte unter anderem Bürgermeisterin Juliane Böhm, Altbürgermeister Robert Finster, den ehemaligen Bürgermeister Herbert Fröhlich sowie Kreisrat Matthias Ruß. Die Feuerwehrführung war mit Kreisbrandrat Alexander Bönig, Kreisbrandinspektor Daniel Scheller, Kreisbrandmeister Martin Zink und Ehrenkreisbrandrat Georg Vollmuth vertreten. Auch Fahnenabordnungen der Nachbarwehren aus Brünnstadt, Lülsfeld und Schallfeld waren zur Segnung gekommen.
Viel Eigenleistung beim Umbau
Eine längere Suche war der Anschaffung vorausgegangen. 2025 wurde die Wehr schließlich in Berenbostel bei Hannover fündig. Im vergangenen Oktober traf dann das gebrauchte Löschgruppenfahrzeug in Frankenwinheim ein. Danach packten die Feuerwehrleute selbst mit an: Das Fahrzeug wurde für die örtlichen Anforderungen umgebaut, neu beschriftet und entsprechend ausgestattet.
Kommandant Kevin Gambel erläuterte den Festgästen die Technik. Das LF 8/6 auf MAN-Fahrgestell verfügt unter anderem über einen 600-Liter-Wassertank mit Schnellangriff, eine Heckpumpe und eine zusätzliche Tragkraftspritze. Damit ist die Wehr für künftige Einsätze deutlich besser gerüstet.
Investition in die Sicherheit
Bürgermeisterin Juliane Böhm würdigte besonders die Eigenleistung der Feuerwehr. „Mit diesem Fahrzeug haben wir sinnvoll und wirtschaftlich in die Sicherheit unserer Gemeinde investiert. Mein Dank gilt allen, die bei der Beschaffung und beim Umbau mit angepackt haben. Ich wünsche unserer Feuerwehr allzeit sichere Einsätze und vor allem eine gesunde Rückkehr“, sagte Böhm.
Kreisbrandrat Alexander Bönig hob in seiner Ansprache die Bedeutung gut ausgestatteter und engagierter "Freiwilliger Feuerwehren" für den ländlichen Raum besonders hervor. Weinprinzessin Marilina Walter überbrachte ebenfalls charmant ein Grußwort.
Blasmusik, Geselligkeit und Fahrten mit dem Feuerwehrauto
Nach dem offiziellen Teil sorgten die Rosenberg-Musikanten bis in die Abendstunden für gute Unterhaltung. Das 34. Lindenfest bot wieder eine schöne Gelegenheit, gemeinsam einige gemütliche Stunden zu verbringen, Freunde und Bekannte zu treffen, das angebotene kulinarische Angebot zu genießen und dabei auch noch die Verbundenheit mit der Freiwilligen Feuerwehr Frankenwinheim zum Ausdruck zu bringen. Für die Kinder waren natürlich die Fahrten mit dem Feuerwehrauto ein besonderer Höhepunkt. Wieder ein wunderschönes Fest!
Fotos: EW
Mariä Himmelfahrt am 15. August erinnert an die Aufnahme Mariens in den Himmel. Nach katholischem Glauben wurde Maria mit Leib und Seele in die Herrlichkeit Gottes aufgenommen. Seit alters her ist mit dem Fest Mariä Himmelfahrt die Kräuterweihe verbunden. Einer christlichen Legende zufolge fanden die Apostel im Grab Mariens nicht ihren Leichnam, sondern duftende Blumen und Kräuter.
Aus diesem Grund sammeln Gläubige Heil- und Würzkräuter, binden sie zu kunstvollen Büscheln und bringen sie zur Segnung in die Kirche. In Frankenwinheim hält die Katholische Landvolkbewegung (KLB) diesen Brauch seit Jahrzehnten lebendig.
Unter der Leitung ihrer Vorsitzenden Silke Sendner hatten die KLB-Frauen bereits in den Wochen zuvor zahlreiche Kräuter gesammelt und getrocknet. Traditionell bestehen die Weihbüschel aus sieben oder neun, mancherorts sogar aus bis zu 77 verschiedenen Kräutern. „Wir verwenden für unsere Büschel bis zu 24 Kräuter, die wir in Frankenwinheim und Umgebung gefunden haben“, erklärte Silke Sendner. Dazu gehören unter anderem Johanniskraut, Pfefferminze, Schafgarbe, Mädesüß, Lavendel, Beifuß, Königskerze, Thymian, Salbei und Rossminze.
Am Feiertag wurden die liebevoll gebundenen Kräuterbüschel in die Pfarrkirche gebracht und während des Gottesdienstes gesegnet. Anschließend bot die KLB die Büschel gegen eine kleine Spende an. Auch zahlreiche Frankenwinheimerinnen und Frankenwinheimer hatten ihre selbst gebundenen Kräuterbüschel mitgebracht und segnen lassen.
Den Festgottesdienst zu Mariä Himmelfahrt zelebrierte in diesem Jahr Pfarrer i. R. Matthias Konrad. In seiner Predigt griff er die Tradition der Kräuterweihe auf und ging auf verschiedene Heilkräuter und deren Wirkung ein. Einen besonders würdigen Rahmen erhielt die Feier durch die erneut von Anni Barthelme festlich geschmückte Pfarrkirche.
Dank an alle Mitwirkenden …
Fotos: EW/KLB
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