Aus der Geschichte des Dorfes Frankenwinheim…

Literatur

Erste urkundliche Erwähnung/Namensentstehung

Die Mark von Frankenwinheim ist ältestes vorgeschichtliches Kulturland und liegt auf der Linie, auf der die einwandernden Franken auf die vordringenden Slawen oder Wenden (winidi) stießen.
Setzt man die fränkische Wohnsitzbezeichnung „heim“ mit „winidi“ zusammen, ergibt sich daraus der älteste belegte Namen unseres Dorfes: „Winideheim“. Dieser Name findet sich bereits in einem Verzeichnis über alle dem Kloster Fulda geschenkten Güter, das der Mönch Eberhard im 12. Jahrhundert angelegt hat unter Beiziehung der alten, damals noch vorhandenen Stiftungsurkunden. Die Jahreszahlen der Schenkungen sind leider nicht angegeben, doch wissen wir, dass die verzeichneten Stiftungen alle in die Regierungszeit der ersten fünf Fuldaer Äbte zwischen 744 und 841 fallen. Die Stiftungsurkunden sind zwar verloren, aber in dem zitierten Verzeichnis aus dem Jahr 779 heißt es (in lateinischer Sprache):
„Ich Ilbing übergebe dem heiligen Bonifacius (d. h. seinem Kloster Fulda) meine Güter im Gau Volkfeld in den nachgenannten Dörfern … Gerolteshoven, Winideheim …“. (Siehe Urkunden-Bild von Heinz Köpl!)
Dieses Dokument gab dem Dorf 1979 den Anlass für eine prachtvolle 1200-Jahr-Feier mit großem Festumzug.
Zur Erinnerung daran steht heute vor dem Feuerwehrhaus eine Linde.
Daneben existiert die berechtigte Annahme, dass die Siedlung „Winideheim“ von den einwandernden Franken „Wendenheim“ genannt wurde, da sie sie schon von den Wenden besiedelt vorfanden.
Das älteste Würzburger Lehenbuch (1303) nennt das Dorf mit vielen Namen: Windeheim, Wyndheim, Winehoim, Windeheina, Windheim, Windeheim, Windeheim prope (= bei) Gerolteshoven, u. a.. Diese Bezeichnungen wurden aber fast alle auch für das Dorf Burgwindheim gebraucht.
Daher wurden in einer Handschrift aus dem Jahr 1453 die beiden Orte folgendermaßen auseinander gehalten: Das heutige Frankenwinheim wurde als „Windheim inferior“ (= Unterwindheim) und das Dorf Burgwindheim wurde als „Windheim superior“ (= Oberwindheim) bezeichnet.
Als sich für unser Gebiet die Bezeichnung „Franken“ durchsetzte, hat man dem „unteren Windheim (Windheim inferior)“ das Wort „Franken“ und dem anderen wegen der dort bestehenden Burg das Wort „Burg“ vorgesetzt. So wurde aus unserem Dorf „Unterwindheim“ ein „Frankenwinheim“.

Funde/Entdeckungen aus vergangener Zeit

Wie Funde aus allen Epochen der Frühgeschichte beweisen, ist die Gemarkung von Frankenwinheim ältestes vorgeschichtliches Kulturland.
Seit einigen Jahren ist eine Germanensiedlung östlich des Dorfes aus der Zeit der römischen Kaiser nachgewiesen, in der die Häuser in römischer Art gebaut waren (sein mögliches Aussehen zeigt ein Bild “Villa Rustica”).
Aber auch Hans Koppelt aus Gerolzhofen wurde fündig. Sein spektakulärster Fund auf dem mutmaßlichen Siedlungsgebiet ist das 13 Zentimeter große Bruchstück eines römischen Bronze-Adlers (Bild). Seine römische Herkunft steht außer Zweifel, über seine ursprüngliche Verwendung aber sind die Meinungen geteilt. Einige Fachleute halten es aber für denkbar, dass dieser Bronzeadler als Legionsadler krönender Teil eines römischen Feldzeichens war. Daneben fand er römische Münzen, Beschläge und Fibeln (Bild). Diese Funde sind heute in der Dauerausstellung der vor- und frühgeschichtlichen Abteilung des Stadtmuseums Gerolzhofen in der Brunnengasse für die Öffentlichkeit ausgestellt.

Die Kirche

  • Katholische Pfarrkirche
  • Kirchenpatrone: St. Johannes der Täufer und St. Johannes der Evangelist
  • seit 2007: Pfarreiengemeinschaft St. Franziskus im Steigerwald

Baugeschichte:

  • 1491: Kirchenbau unter Fürstbischof Rudolph von Scherenberg (Turm mit 3 Untergeschosse).
  • 1608: Weiterer Ausbau unter Fürstbischof Julius Echter (weiteres Turm-Geschoss mit Julius-Spitzhelm).
  • 1803: Kirche sehr baufällig und musst geschlossen werden. Eine Neubau war nicht möglich (Bevölkerung verarmt).
    Die Gottesdienste fanden im Getreideschüttboden, dem Speicherraum des Schlosses (Besitzer war damals Graf Schönborn), statt.
  • 1836: Grundstein für neue Kirche
  • 1837: Kirche mit Langhaus und Chor im neuromanischen Stil war fertig.
  • Die Kirche dürfte eine mit Mauern und Kirchgaden umschlossene Wehrkirche in ragender Höhe gewesen sein.
  • Aus dem Jahr 1837/1838 sind auch die Altäre mit den Altarblättern von Andreas Geist.
    Zum Schmunzeln: Da die Bekleidung des Täufers Johannes im Hochaltar etwas “zu sparsam” ausgefallen war, griff Hochwürden Bandorf aus Lülsfeld persönlich zum Pinsel und Farbe und half dieser “Unsittlichkeit” ab.
  • 1890 wurden die Assistenzfiguren der 3 Altäre und
  • 1891 die Stationsbildern des Kreuzweges beschafft.

Ausstattung:

  • Auf den Altarbildern des Hochaltars ist dargestellt Johannes der Täufer und Johannes der Evangelist, die beiden Kirchenpatrone, in der Mitte der Schutzengel.
  • Flankiert wird der Hochaltar durch die Holzstatuen der beiden Apostelfürsten Petrus und Paulus.
  • Das Gemälde in der Apsis über dem Hochaltar schuf Steinmetz im Jahre 1954. Es stellt mit Rokokoanklängen die Krönung Mariens durch die heiligste Dreifaltigkeit dar
  • Der linke Seitenaltar zeigt ein Marienbild, seitlich die geschnitzten Statuen von St. Josef (rechts) und St. Wendelin (links), dem Schutzpatron des Landvolkes.
  • Auf dem rechten Seitenaltar findet sich das Gemälde von St. Sebastian. Flankiert wird das Sebastianibild mit den Darstellungen von St. Antonius von Padua (links) und St. Franziskus von Assisi (rechts).
  • Sehr schön ist auch der klassizistische Taufstein in weißem Alabastermarmor (mit der Jahreszahl 1930).
  • Auf der linken Seitenwand der Kirche befindet sich eine Sandsteinpieta aus der Barockzeit mit Inschrift (“Wunder der weinenden Pieta”).
  • 2009: neuer Altar
  • 2010: Orgelrenovierung
  • Ein breiter, von einer Allee von Kastanienbäumen gesäumter Aufgang führt zur Kirchentreppe.

Weitere Sehenswürdigkeit:

  • Mariengrotte an der Kirchenwand außen
  • Moderne Mariensäule auf dem Dorfplatz (errichtet 1959, Höhe 4,5 m, vom Bildhauer Heinrich Söller aus Schweinfurt) mit der Inschrift:
    “Zeig uns Jesus, der da ist der Weg, die Wahrheit und das Leben”

Weitere Bilder der Kirche

Schloss/Adelsitz

Im ältesten Würzburger Lehenbuch des Bischofs Andreas von Gundelfingen wird im Jahre 1303 berichtet, dass der Ritter Konrad Fuchs aus Bimbach zu Lehen eine curia (= Herrenhof, Wirtschaftshof) erhalten hat.
Damit ist unser adeliger Ansitz, das Schlossgut zu Frankenwinheim gemeint (jetziger Besitzer: Familie Müller, Scherenbergstr. 2).
Um 1400 saßen auf dem Schlossgut die Eltern des Fürstbischofs Rudolph von Scherenberg.
Da die Geburtszeit des Kirchenfürsten ebenfalls in diese Zeit fällt, kann mit großer Sicherheit angenommen werden, dass Rudolph von Scherenberg in Frankenwinheim geboren wurde.
Dieser wohl bedeutendste Frankenwinheimer starb am 29. April 1495.
Sein Grabmal im Dom zu Würzburg meißelte Til Riemenschneider.
Vor dem Schlossgut ließ die Gemeinde 1985 ihm zu Ehren eine Sandsteinplastik aufstellen und eine Medaille für verdiente Bürger wurde nach ihm benannt: die „Scherenbergmedaille“.

Bisherige Scherenberg-Medaillenträger:

  • Josef Kunzmann
  • Alfred Sperling
  • Elfriede Kunzmann
  • Heinz Köpl (1991)
  • Waldemar Sperling
  • Fritz Röll (2005)
  • Bischof Dr. Paul-Werner Scheele (2006)
  • Hans Ebert (2011)
  • Elmar Walter (2019)

Der Bauernkrieg 1525

Im Jahr 1525 kam das Fränkische Bauernheer von Ochsenfurt über Stadelschwarzach und Frankenwinheim nach Gerolzhofen. Auch Frankenwinheimer schlossen sich diesem Bauernhaufen an. Sie zerstörten die Schlösser in Gerolzhofen und Bimbach sowie die Burgen „Zabelstein“ und „Stollburg“. Ob auch das Schloss in Frankenwinheim zerstörte/abgebrannt wurde, dafür gibt es keine Belege.

Die Pest 1611

Im Jahr 1611 wütete in Frankenwinheim der „Schwarze Tod“. Sebastian Pfriem berichtet darüber wie folgt:

Es starben 91 Menschen an der Pest. Nachdem die Seuche im Januar ausgebrochen war, erreichte sie im September mit 26 und im Oktober mit 27 Toten ihren Höhepunkt. Danach flaute sie allmählich wieder ab.
Die Bewohner aus den Nachbardörfern brachten aus Mitleid Speisen für die Pestkranken auf den Brückenwasen. An einem mächtigen Feuer, das die Ansteckungsgefahr mindern sollte, wurden die Essgeschirre sofort wieder gereinigt.

Aus der Pestzeit, verbunden auch mit vielen Tierseuchen und Hungernöten, stammt auch die interessante Sandstein-Pieta in der Kirche. Sie trägt folgende Inschrift: „Diese Pildnuß im petzt hat im aldar auß den augen Geweinet und waßer Geschwitzt im Jahr Geschah 1778“ (Bild). Eine weinende Madonna in Frankenwinheim also? Weit gefehlt! Das „Wunder“ geht auf einen findigen Mesner zurück, der Wallfahrtszüge anlocken wollte, um den trostlosen Kirchenfinanzen aufzuhelfen. Aber: Das Marienbild der schmerzhaften Muttergottes möge ein Sinnbild sein, wie in den damaligen wiederholt aufgetretenen, schweren Zeiten so viele Tränen von Kindern und Eltern um ihre Toten geflossen sind…

Der Heimatdichter Fritz Röll (ein gebürtiger Frankenwinheimer) hat diese Zeit in ein Theaterstück „äs Bärbala vo Brünnschd“ zusammengefasst, das 2004 zur 1225-Jahr-Feier mit großem Erfolg aufgeführt wurde (Bild).

Hexenverfolgungen 1616 – 1619

In den Jahren 1616 bis 1619 erfasste auch unsere Gegend der Hexenwahn.
In diesen Jahren wurden auf dem „Hexenwasen“ zu Gerolzhofen insgesamt 261 „Hexenleut“ verbrannt oder auf andere Weise hingerichtet.
Auch vier Frankenwinheimer Frauen müssen dabei gewesen sein, denn die Bußgelder der Ehemänner, die ihre Frauen als Hexen hatten verbrennen lassen, wurden auf Befehl des Würzburger Fürstbischofs zur Beschaffung neuer Glocken für die Frankenwinheimer Kirche verwendet.

Der Dreißigjährige Krieg von 1618 – 1648

(hier: Der sogenannte „Schwedenkrieg“ von 1630-1635)

Über die Schrecken dieses Krieges wissen wir glücklicherweise recht gut Bescheid. Nikolaus Heilmann, Schulmeister und Gerichtsschreiber in Frankenwinheim, berichtet darüber sehr anschaulich:
„1631: Eines Tages erschien, von Lülsfeld herkommend, eine Schar streifender Schweden, siebzehn Reiter und acht Fußsoldaten, die geraubtes Vieh, zwei Herden Kühe, eine Herde Schweine und eine Herde Schafe vor sich hertrieben, wohl über tausend Stück. Sie fielen ins Dorf ein, plünderten und zogen das Vieh aus den Ställen. Die Einwohner rührten die Trommel, läuteten Sturm und bewaffneten sich in Eile. Ein wilder Straßenkampf entstand, bei dem Schüsse gewechselt wurden. Frauen und Kinder schrien zusammen und rangen die Hände. Die Schweden wurden zwar zunächst aus dem Dorf hinausgedrängt, aber die Überfallenen mussten es schwer büßen, ihr Eigentum verteidigt zu haben. Jetzt erst begann das namenlose Elend, gegen das alles bisher Dagewesene ein Kinderspiel war; nun ging das Rauben, Morden und Plündern an; alles wurde hinweggenommen: Ross und Wagen, Rinder, Schweine, Wein und Getreide, Geld, Ehr und Gut, Fleisch und Blut, kurz alles. Da gab es genug Angst und Klagen, Not und Jammer. Kein Mensch konnte etwas zurück behalten, vom Mund riss man es ihm weg.

1632 ging es noch elender zu. Anfangs des Jahres kam der schwedische Oberst Vorbusch mit einigen hundert Mann ins Dorf, ließ die drei Tore, das Brückentor, das Schlosstor und das obere Tor nieder reißen und mehrere außerhalb des Befestigung liegende Häuser nieder brennen.

1633: Kein Wein, kein Getreide, kein Brot, kein Vieh mehr im Stall. Draußen die Felder verwahrlost, alles entweder aufgezehrt oder vernichtet. Was nun beginnen? Not bricht Eisen. Die Leute spannten sich zu sieben und acht, auch zehn Personen an einen Pflug und halfen sich gegenseitig die Äcker zu bestellen … und haben erbärmlich gezogen, dass einem wohl hat mögen das Herz zerspringen“.

Der Heimatdichter Fritz Röll (ein gebürtiger Frankenwinheimer) hat diese Zeit in ein Theaterstück „Katrin und der schwedische Obrist“ zusammengefasst, das 2013 mit großem Erfolg in Frankenwinheim aufgeführt wurde (siehe Bild).

Die beiden Weltkriege 1914 – 1918 und 1939 – 1945

Auch die beiden Weltkriege in unserem Jahrhundert haben in unserem Dorf ihre grausige Ernte gehalten.

Im ersten Weltkrieg (1914 – 1918) fielen 21 Männer.
Die Gemeinde hat diesen Soldaten auf dem „Kirchberg“ ein Denkmal gesetzt, auf dem der Soldatenheilige St. Georg dargestellt ist (Bild).
Ferner sind ihre Namen auf einer Steintafel in der kleinen Friedhofskapelle auf einer Steinplatte nachlesbar (Bild).

Der Zweite Weltkrieg (1939 – 1945) forderte 23 Menschenleben.
Auch ihre Namen sind auf einer Steintafel in der kleinen Friedhofskapelle auf einer Steinplatte nachlesbar (Bild).

Zu ihrem Gedächtnis und zum Gedächtnis der Opfer der Unmenschlichkeit hat die Gemeinde im Jahre 1969 ein würdiges Mahnmal im Friedhof errichtet (Bild).

Inschrift am Mahnmal auf der Steintafel:
Unseren Gefallenen und den Opfern der Unmenschlichkeit – 1939/45 und 1914/18 – Zu Frieden und Menschlichkeit gemahne ihr Tod

Unsere jüdischen Mitbürger

Für unsere ehemaligen jüdischen Mitbürger wird in Kürze ein eigene Seite auf dieser HP erstellt.<

Der Chronist berichtet:
“1697 unter der Dorfherrschaft der Freiherren von Guttenberg erwarb eine Anzahl jüdischer Familien Häuser in Frankenwinheim.”
Jüdische Mitbürger haben also jahrhundertelang das Dorfleben bereichert und sind aus der Geschichte nicht wegzudenken.

 ➜ Hier gibt es schon viele Infos/Bilder!
Auf dieser Seite hat u. a. Stefan Polster sehr viele Infos/Bilder zusammengetragen!

Die Bilder links zeigen die Gedenkstätte der ermordeten jüdischen Mitbürger am Rathaus
und die ehemalige Synagoge!

Gemeindegliederung seit 1977

Karte-Gemeinde-Frwh

Die Gemeinde besteht seit der Gebietsreform aus 2 Gemeindeteilen.
Eine schöne Übersicht finden Sie auf der Wikipedia-Plattform:

➜ Frankenwinheim
und die seit 1940 zu Frankenwinheim gehörende “Weinbergsmühle”

Brünnstadt
wurde am 01.07.1977 eingemeindet.

Kartenlink/Bayernatlas

Karte-Bayernatlas

Wichtige Jahreszahlen auf einen Blick

Erste Erwähnung:

  • 779: Erste urkundliche Erwähnung des Ortes Frankenwinheim
  • 880: Erste urkundliche Erwähnung des Ortes Brünnstadt

ab 1400:

  • 1401: Fürstbischof Rudolph von Scherenberg ist wohl in Frankenwinheim geboren
  • 1491: Kirchenneubau durch Fürstbischof Rudolph von Scherenberg

ab 1500:

  • 1525: Bauernkrieg – Frankenwinheimer waren dabei

ab 1600:

  • 1608: Baumaßnahmen an der Kirche (bis 1614) durch Fürstbischof Julius Echter
  • 1611: Die Pest wütet in Frankenwinheim
  • 1616 – 1619: Hexenverfolgungen
  • 1618 – 1648: 30-jähriger Krieg, auch Frankenwinheim ist betroffen (1631)

ab 1800:

  • 1803: Kirche ist baufällig, muss geschlossen werden
  • 1804: Neuer Friedhof außerhalb des Dorfes wird angelegt
  • 1836: Grundsteinlegung für einen Kirchenneubau
  • 1837: Kirchenneubau ist fertig
  • 1874: Gründung des Feuerwehrvereins
  • 1893: Gründung des Darlehenskassenvereins Frankenwinheim (Raiffeisenbank)
  • 1895: Niederlassung der Kongregation der Schwester des Erlösers (Kindergarten)

ab 1900:

  • 1912: Elektrizität-Einführung in Frankenwinheim
  • 1928: Gründung des Sportvereins Frankenwinheim
  • 1956: Georg Thaler pflanzt wieder Reben am Rosenberg
  • 1959: Errichtung der Mariensäule mitten im Dorf
  • 1962: Gründung der “Katholischen Landvolkbewegung Frankenwinheim”
  • 1964: Neubau Feuerwehrhaus
  • 1966: Gründung des Elisabethenvereins
    1966: Bürgermeister Josef Kunzmann (bis 1984)
  • 1967: Gründung des Gesangvereins Frankenwinheim (09.02.67)
  • 1972: Gründung des KV-Rot-Weiß-Frankenwinheim
    1972: Frankenwinheim gehört nun zum Lkr. Schweinfurt
  • 1973: Anschluss an Fernwasserversorgung
    1973: Auflösung des Schulverbandes Frw/Brü – Gründung des Schulverbandes Gerolzhofen
  • 1977: Eingemeindung von Brünnstadt (01.07.77)
    1977: Erstes Weinfest in Frankenwinheim
  • 1979: 1200-Jahr-Feier mit großem Festumzug
  • 1980: Gründung der Rosenberg-Musikanten
  • 1984: Bürgermeister Siegfried Vollmuth (bis 1985)
  • 1985: Bürgermeister Albrecht Theuerer (bis 1996)
  • 1988: Erstes Lindenfest (FFW/Rosenberg-Musikanten)
  • 1995: Goldmedaille auf Landesebene im Wettbewerb “Unser Dorf soll schöner werden”
  • 1996: Bürgermeister Robert Finster (bis 2014)

ab 2000:

  • 2001: Neue Kläranlage – Kirchenrenovierung – Bischofsbesuch – “Scherenberg-Jahr”
  • 2004: 1225-Jahr-Feier der Gemeinde (u. a. Festspiel: Äs Bärbala vo Brünnschd”)
  • 2006: Fahrradweg nach Krautheim
  • 2007: Neue Pfarreiengemeinschaft
  • 2009: Altarweihe in der Pfarrkirche
    2009: Patenschaft mit BW Volkach
  • 2010: Orgelrenovierung
  • 2012: Neues Begegnungszentrum (BGZ) – ehemaliges Pfarrhaus/Pfarrheim
  • 2013: Hochwasser (31.05.13)
    2013: Stolpersteine gesetzt – Erinnerung an unsere jüd. Mitbürger
    2013: Festspiel: Katrin und der schwedische Obrist
  • 2014: Bürgermeister Herbert Fröhlich
    2014: Umbau Kindergarten
    2014: Drei Windräder in Betrieb (Zeilitzheimer Höhe)
  • 2017: Ausbau der Kreisstraße FRW-Brünnstadt mit Radweg
  • 2018: Neue Friedhofsglocke
  • 2020: Corona-Pandemie beginnt (März)
    2020: Alleespielplatz umgestaltet
    2020: Spielplatz am Sportheim umgestaltet
  • 2021: Funkmast errichtet (Zeilitzheimer Höhe)
    2021: Hochwasser (09.07.21)
    2021: Fusion der Raiba mit Raiba Volkach-Wiesentheid
  • 2022: Umbau/Anbau KiGa

Ehrerbürger der Gemeinde

Der Titel Ehrenbürger (Ehrenbürgerwürde) ist üblicherweise die höchste von einer Stadt oder einer Gemeinde vergebene Auszeichnung für eine Persönlichkeit, die sich in herausragender Weise um das Wohl der Bürger oder Ansehen des Ortes verdient gemacht hat. Anschließend folgen die bisherigen acht Ehrernbürger der Gemeinde Frankenwinheim…

Johann Laufer – Ehrenbürgerwürde 1891:

Grund:
1891 verlieh ihm der Gemeinderat von Frankenwinheim das Ehrenbürgerrecht „im Anbetracht seiner großen Verdienste um die Verschönerung der hiesigen Kirche sowie deren Umgebung“.

  • 1890: Für die Kirche stiftete er an alle drei Altäre je ein Assistenzfigurenpaar.

  • 1894: Schenkung seines Hauses mit Garten an die Erlöser-Schwestern
    („Kinderbewahr-Anstalt“ – heutiger Kindergarten)

  • geboren in Frankenwinheim – gestorben in Innsbruck (mehr ist nicht bekannt).

Pfarrer Johann Weikinger Ehrenbürgerwürde 1965:

Grund:
Sein segensreiches Wirken als Pfarrer in Frankenwinheim und Brünnstadt von 1950 – 1965

Josef KunzmannEhrenbürgerwürde 1990:

Stationen seines Lebens:

  • Geboren: 1920 – gestorben: 2007 (87 Jahre)
  • 1952: Gemeinderat Frankenwinheim
  • 1962: Bürgermeister von Frankenwinheim bis 1984 (22 Jahre)
  • In seiner 22-jährigen Amtszeit wurde die Gemeinde ans Fernwassernetz angeschlossen, der Friedhof neugestaltet, die Kanalisation, die Kläranlage und das Feuerwehrhaus errichtet. Ebenso fiel die Gebietsreform in seine Amtszeit, seitdem gehört Brünnstadt zur Gemeinde. In beiden Ortsteilen wurden Baugebiete ausgewiesen und Straßen gebaut.
  • Neben seiner Tätigkeit als Bürgermeister hatte er noch viele Ämter inne.
    – zwölf Jahre vertrat er die Freien Wähler im Kreistag
    – von 1964 bis 1986 war er Aufsichtsratsvorsitzender im Butterwerk Gerolzhofen
    – von 1957 bis 1986  stellv. Vorstandsvorsitzender der RaiBa Frankenwinheim
    – acht Jahre ehrenamtl. Richter am Sozial- und Verwaltungsgericht Würzburg
    –  von 1945 bis 1962 Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr und
    – von 1959 bis 1962 beim SVF 1. Vorsitzender
    – von 1970 an stand er 25 Jahre lang an der Spitze des Elisabethenvereins
    – über 30 Jahre aktiver Feldgeschworener und
    – 35 Jahre lang Hagelschätzer bei der Landeshagelversicherung
  • zahlreichen Auszeichnungen und Ehrungen: u. a. Bundesverdienstkreuz, Scherenbergmedaille, Ehrenbürgerwürde, Altbürgermeister

 

Heinz KöplEhrenbürgerwürde 2004:

Grund:
In seiner Laudatio 2004 ging Robert Finster auf die vielfältigen pädagogischen, künstlerischen und musikalischen Talente von Heinz Köpl ein, die dieser sehr häufig zum Wohl der Gemeinde einsetzte. Neben seinen schulischen Aktivitäten, seinen vielen Bildern, Grafiken und Entwürfen von Glasfenstern ist sein Einsatz als Chorleiter in Frankenwinheim, Gerolzhofen und darüber hinaus hervorzuheben.

Stationen seines Lebens:

  • Geboren: 07.12.1933 – Gestorben: 09.11.2020 (86 Jahre)
  • Leidenschaften: Pädagoge, Musik (Chor), Malen (Kalligrafie, grafisches Gestalten)
  • 1980: Stadtmedaille in Silber (Gerolzhofen)
  • 1991: Scherenberg-Medaille (Frankenwinheim)
  • 1995: Ehrenpreis des Historischen Vereins (Gerolzhofen)
  • 1998: Bundesverdienstkreuz am Bande
  • 2002: Ehrenkreischorleiter im Sängerkreis Schweinfurt
  • 2002: Ehrenchorleiter beim Gesangverein Frankenwinheim
  • 2003: Sankt Bruno-Medaille der Diözese Würzburg

Waldemar Sperling Ehrenbürgerwürde 2011:

Grund (Lautatio von R. Finster):

Waldemar Sperling hat sich vielfältige Verdienste um die Gemeinde erworben;

  • er ist der Initiator vielfältiger Aktivitäten,
  • Botschafter der Gemeinde in aller Welt,
  • der eherne Turm des SVF und nicht zuletzt
  • der Vater des Frankenwinheimer Weinfestes und der Herbstfeste.

Wir danken ihm diesen Einsatz für die Vereine des Dorfes und verleihen ihm diese Urkunde…

 

Werner Gottlieb Ehrenbürgerwürde 2012:

Grund:
Die Gemeinde Frankenwinheim verleiht Herrn Werner Gottlieb aus tiefer Dankbarkeit und höchster Anerkennung die Ehrenbürgerwürde. Durch sein offenes, beherztes Streben unermüdlich die Vergangenheit aufzuarbeiten und zu vergeben, konnte Versöhnung entstehen. Dieses Zeugnis verpflichtet uns, die wir heute leben, zur Wahrnehmung der Aufgaben, die unsere Zeit stellt.

Stationen seines Lebens:

  • Geb.: 12.09.1925
  • Eltern waren Max u. Jenny Gottlieb: Haus Nr. 86, heute Schallfelder Str. 21
  • 27. September 1937: die Familie emigrierte nach New York, USA
  • Motto: Gedenken, Verantwortung, Versöhnen – Fazit: Nie wieder darf so etwas passieren…

Sigrid und Alfred Buchinger Ehrenbürgerwürde 2016:

Grund:
Verliehen wurde Sigrid und Alfred Buchinger die Auszeichnung für die 2007 gegründete Buchinger-Stiftung. Deren Ziel ist

  • die Förderung der Erziehung und Bildung von Menschen bis zum Berufsabschluss,
  • die Unterstützung Hilfsbedürftiger sowie
  • die Förderung von Kunst und Kultur in der Gemeinde.

Mit der Stiftung dankten die Buchingers der Gemeinde für die Aufnahme der Familie nach der Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg.

Dorfbilder/Dorfleben von Früher…

Bilder aus der Vergangenheit