Mariä Himmelfahrt am 15. August erinnert an die Aufnahme Mariens in den Himmel. Nach katholischem Glauben wurde Maria mit Leib und Seele in die Herrlichkeit Gottes aufgenommen. Seit alters her ist mit dem Fest Mariä Himmelfahrt die Kräuterweihe verbunden. Einer christlichen Legende zufolge fanden die Apostel im Grab Mariens nicht ihren Leichnam, sondern duftende Blumen und Kräuter.
Aus diesem Grund sammeln Gläubige Heil- und Würzkräuter, binden sie zu kunstvollen Büscheln und bringen sie zur Segnung in die Kirche. In Frankenwinheim hält die Katholische Landvolkbewegung (KLB) diesen Brauch seit Jahrzehnten lebendig.
Unter der Leitung ihrer Vorsitzenden Silke Sendner hatten die KLB-Frauen bereits in den Wochen zuvor zahlreiche Kräuter gesammelt und getrocknet. Traditionell bestehen die Weihbüschel aus sieben oder neun, mancherorts sogar aus bis zu 77 verschiedenen Kräutern. „Wir verwenden für unsere Büschel bis zu 24 Kräuter, die wir in Frankenwinheim und Umgebung gefunden haben“, erklärte Silke Sendner. Dazu gehören unter anderem Johanniskraut, Pfefferminze, Schafgarbe, Mädesüß, Lavendel, Beifuß, Königskerze, Thymian, Salbei und Rossminze.
Am Feiertag wurden die liebevoll gebundenen Kräuterbüschel in die Pfarrkirche gebracht und während des Gottesdienstes gesegnet. Anschließend bot die KLB die Büschel gegen eine kleine Spende an. Auch zahlreiche Frankenwinheimerinnen und Frankenwinheimer hatten ihre selbst gebundenen Kräuterbüschel mitgebracht und segnen lassen.
Den Festgottesdienst zu Mariä Himmelfahrt zelebrierte in diesem Jahr Pfarrer i. R. Matthias Konrad. In seiner Predigt griff er die Tradition der Kräuterweihe auf und ging auf verschiedene Heilkräuter und deren Wirkung ein. Einen besonders würdigen Rahmen erhielt die Feier durch die erneut von Anni Barthelme festlich geschmückte Pfarrkirche.
Dank an alle Mitwirkenden …
Fotos: EW/KLB






