Närrischer Hippie-Nachmittag beim Seniorenkreis
Unter dem Motto „Hippies aus unserer Jugendzeit“ stand der Seniorenfasching des Seniorenkreises Frankenwinheim/Brünnstadt am 5. Februar 2026. Bunte Kleidung, lange Haare, Blumen und Schlaghosen prägten das Bild im festlich geschmückten BGZ und sorgten für eine ausgelassene, närrische Stimmung.
In seiner Begrüßung nahm Vorsitzender Otto Barthelme das Thema humorvoll auf. Ein Hippie, so erklärte er augenzwinkernd, sei früher als „schlampig, bunt und geschmacklos gekleidete Jugend“ mit Joint im Mundwinkel und als langhaariger Hausbesetzer bekannt gewesen. Trotz dieses zweifelhaften Rufs hätten sich die Besucherinnen und Besucher des Seniorenfaschings heute ganz im Sinne des Mottos gekleidet und das auch noch mit sichtlicher Freude.
Für die passende musikalische Umrahmung sorgten Gerhard Russ und Valentin Endres, die mit bekannten Melodien zum Mitsingen und Schunkeln einluden.
In der Bütt wurde ebenfalls viel gelacht. Den Auftakt machte Otto Barthelme selbst, der als kluge und lebenserfahrene Mutter wahre, halbwahre und frei erfundene Geschichten aus seiner Erziehungstätigkeit erzählte.
Anschließend berichteten Charly Weickert und Heidrun Heitzmann von einem Ehepaar, bei dem die Liebesbeteuerungen dem Alltag gewichen sind: Während er den Stammtisch liebt, träumt sie von Urlaub am Meer mit weißem Strand und unbeschwerten Zeiten. Am Ende fanden die beiden dann doch noch gemeinsame Erinnerungen.
Barbara Bayer aus Gerolzhofen überraschte das Publikum zunächst mit einem „Seniorengebet“, das sich als alles andere als fromm entpuppte.
Danach erzählte Hermine Schmitt von einer Frau, die über einen Umzug ins Altersheim nachdachte, sich aber nach einer Weltreise mit der „Aida“ sicher war, dass Komfort und die Kosten auf dem Kreuzfahrtschiff deutlich besser seien.
Erwin Fackelmann schlüpfte in die Rolle eines besserwissenden Rentners, der den Bundestag besucht. Dort musste er feststellen, dass selbst ehrwürdige, erfahrene und äußerst kluge Ruheständler mit ihren Ratschlägen kein Gehör finden. Hermann Ruß entfachte mit einem Witze-Sketch spontane Lachsalven.
Zum Abschluss der Büttenreden berichtete Charly Weickert von seinem Krankenhausaufenthalt mit operativem Eingriff sowie von alltäglichen Missgeschicken, die ihm immer wieder passieren.
Für einen weiteren Höhepunkt sorgte die Tanzgruppe der KLB. In ihrer humorvollen Darbietung wurde ein Museumseinbruch nachgespielt.
Nach so viel närrischem Programm konnten sich die Gäste beim gemeinsamen Essen stärken. Serviert wurden Kassler mit verschiedenen Salaten. Als Nachtisch spendierte Hans Sendner für jeden einen Schnaps, während Gundi Krapf mit ihrem Eierlikör für einen süßen Abschluss sorgte.
Das Team des Seniorenkreises erhielt von den Anwesenden viel Applaus und Dank für den gelungenen, unterhaltsamen Faschingsnachmittag, der ganz im Zeichen von Nostalgie, Humor und Gemeinschaft stand.
Fotos, Textinfos: OB
Bearbeitet: EW