Hörspiel über Gärtner Andreas Stumpf: Wie der Apfel in die Flasche kam
Beim Seniorennachmittag am 12. März 2026 konnte Seniorenkreis-Leiter Otto Barthelme rund 65 Besucherinnen und Besucher begrüßen. Besonders willkommen hieß er den Referenten des Tages, Kreisheimatpfleger Stefan Menz, der über die Entstehung des Hörspiels „Wie der Apfel in die Flasche kam“ berichtete. Pfarrer Matthias Konrad konnte leider krankheitsbedingt nicht teilnehmen. Die Anwesenden ließen ihm die besten Genesungswünsche zukommen.
Im Mittelpunkt des Nachmittags stand die spannende Geschichte hinter dem Hörspiel „Wie der Apfel in die Flasche kam“ , das von zahlreichen Mitwirkenden aus der Region gestaltet wurde. Stefan Menz erläuterte, wie es zur Idee kam, wer beteiligt war und welche Herausforderungen bei der Produktion zu bewältigen waren. Mitwirkende waren unter anderem Pfarrer Stefan Mai, Silvia Kirchhof, Weihbischof Paul Reder, DFB-Schiedsrichter Benjamin Brand sowie Mitglieder der bekannten fränkischen Gruppe „Häisd’n däisd vomm Mee“, „Inge und Rita“ sowie Sieglinde Fackelman. Besonders erfreulich sei, so Menz, dass mit Stefan und Florian Ebert sowie Sieglinde Fackelmann auch Frankenwinheimer Stimmen im Hörspiel zu hören sind.
Der erste Teil des Hörspiels widmet sich dem Leben von Andreas Stumpf, der 1886 in Unterspiesheim geboren wurde. Schon früh interessierte er sich für Gartenbau und Obstkultur. Trotz gesundheitlicher Rückschläge hielt er an seinem Berufswunsch fest und absolvierte seine Ausbildung an der Lehranstalt für Gartenbau, Obstkultur und Pomologie in Reutlingen. Acht Wander- und Lehrjahre führten ihn durch Baden-Württemberg.
In einer Pause erklärte Menz, wie schwierig es gewesen sei, eine passende Geräuschkulisse für die Zeit um 1900 zu schaffen. Moderne Geräusche wie Verkehr oder Maschinen durften nicht zu hören sein, stattdessen musste man historische Klänge und Dialekte nachstellen.
Im zweiten Teil wurde Stumpfs Wirken als Kreisfachberater und Lehrer im Landkreis Wolfratshausen geschildert. Für seine Verdienste erhielt er 1916 das König-Ludwig-Kreuz und später das Bundesverdienstkreuz. Gemeinsam mit seiner Frau Emma gründete er 1930 die Genossenschaft für gärungslose Früchteverwertung „Wolfra“, die bis heute besteht. Trotz Kriegszerstörung und wirtschaftlicher Schwierigkeiten blieb das Werk erhalten.
Für eine Überraschung sorgte Firmling Lenni Dülk, der nach dem Vortrag den Senioren beim Umgang mit dem Handy half. Die Unterstützung wurde dankbar angenommen, sodass er zum nächsten Seniorentag erneut eingeladen wurde und das auch freudenstrahlend zusagte.
Zum Abschluss gab es passend zur Fastenzeit Kartoffeln mit Hering oder Quark (Biberleskäs), was den gelungenen, informativen Nachmittag gemütlich ausklingen ließ.
Textinfos/Fotos: OB











