Die Gemeinde ist schuldenfrei, investiert weiter – und beim geplanten Dorfplatz sollen die Autos draußen bleiben.
Rund 60 Bürgerinnen und Bürger kamen am Dienstagabend zur Bürgerversammlung ins Sportheim. Bürgermeisterin Juliane Böhm informierte in einem souveränen und sachkundigen Vortrag über Finanzen, laufende Projekte und anstehende Vorhaben der Gemeinde.
Frankenwinheim zählt zum 30. September 780 Einwohner, Brünnstadt 224 – zusammen hat Frankenwinheim also momentan 1.004 Einwohner. Beim Blick auf den Haushalt konnte Böhm Erfreuliches vermelden: Die laufenden Projekte seien finanzierbar, die Gemeinde bleibe schuldenfrei. Zum Vergleich nannte sie einen bayerischen Landesdurchschnitt von 912 Euro Schulden je Einwohner. Wasser-, Schmutz- und Niederschlagswassergebühren werden derzeit neu kalkuliert.
Zu den Investitionen 2026 gehören die abgeschlossene Sanierung der Rosenbergstraße sowie die laufenden Arbeiten am Brückenwasen und in der Engen Gasse. Für den Bauhof wurde ein neuer Schlepper angeschafft, die Sirenen wurden auf Digitaltechnik umgestellt. In Brünnstadt ist der DSL-Ausbau abgeschlossen, ein Baugebiet und ein neues Feuerwehrhaus sind in Planung.
Ausführlicher diskutiert wurde der geplante Dorfplatz an der Kirche. Nach dem Abriss eines Hauses soll dort ein autofreier Treffpunkt mit Sitzgelegenheiten und kleinem Wasserspiel entstehen, also ein Treffpunkt für Begegnung und Geselligkeit. Gastwirt Josef Kraus regte zusätzliche Parkplätze an, fand dafür jedoch keine Zustimmung. Im Umfeld des Gasthofs seien ausreichend Stellplätze vorhanden, hieß es.
Für Unmut sorgte die vorgesehene Einstellung des Warenverkehrs in der Frankenwinheimer Geschäftsstelle der Raiffeisenbank Mainschleife-Steigerwald. Mehrere Bürger kritisierten die Entscheidung und rückblickend auch die Fusion. Gerhard Böhm bezeichnete den damaligen Zusammenschluss als Fehler. Die Gemeinde habe jedoch keine Möglichkeit, hier einzugreifen, erklärte die Bürgermeisterin.
Weitere Fragen betrafen Ersatzpflanzungen für gefällte Bäume, den Rettungsweg zum Baugebiet Schlossgarten III, den Verkaufsstand des Kunzmann-Anwesens und einen Erdhaufen im Burgweg. Diskutiert wurde zudem ein Zuschuss für das Geomaris in Gerolzhofen. Frankenwinheim werde sich nur beteiligen, wenn alle Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft mitziehen, sagte Bürgermeisterin Juliane Böhm.
Das geplante Treffen mit den Jugendlichen (Jugendforum) ist am 13. 11.2026 geplant.
Um 20:15 Uhr schloss die Bürgermeisterin die Versammlung und dankte für das rege Interesse.
Fotos: EW